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Nach Job-Abbau: So will der Freistaat Augsburg fördern | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2020

Protest gegen Stellenabbau bei Premium Aerotec

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    Nach Job-Abbau: So will der Freistaat Augsburg fördern

    In der Corona-Krise leidet auch Augsburgs Wirtschaft: Allein Premium Aerotec und MAN Energy Solutions streichen mehr als 2.000 Stellen. Nun will die Staatsregierung im Zuge eines bayernweiten Konjunktur-Programms den Standort Augsburg stützen.

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    Die bayerische Staatsregierung will den Standort Augsburg fördern und ausbauen. Das erklärte Ministerpräsident Söder am Montag in München. Geplant sei, das bayerische Luftfahrtprogramm, das Premium-Aerotec zugute kommt, zu verdoppeln.

    Breiter Stellenabbau in Augsburg

    Zudem werde das Wasserstoff-Programm ausgebaut, um MAN Energy Solutions zu unterstützen. Beide Unternehmen, Premium-Aerotec sowie MAN Energy Solutions, hatten jüngst Stellenstreichungen in Augsburg bekannt gegeben.

    60 neue Professuren

    Darüber hinaus werde in Augsburg ein Zentrum für künstliche Intelligenz (KI) entstehen, für das 60 Professuren ausgeschrieben werden sollen. Ziel sei hier, ein neues Angebot für Studierende zu schaffen und damit auch ein neues Angebot für Fachkräfte in der Region zu schaffen.

    "Jobs für die Zukunft"

    Insgesamt gelte es, Jobs zu schaffen, die zukunftsträchtig seien. 100 Millionen Euro sollen dem Vernehmen nach dafür investiert werden. Die geplanten Programme würden auf Vorschlägen der Wissenschaft, von Betriebsräten oder Start-Ups fußen, so Söder weiter. Gerade aus dem Raum Augsburg habe es viele Impulse gegeben.

    Das sagt die Oberbürgermeisterin

    Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) sagte, dass sie nach dem angekündigten Stellenabbau in Augsburg Kontakt zu Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aufgenommen habe. "Deswegen freue ich mich natürlich sehr, dass er die Vorschläge, die wir in Augsburg ausgearbeitet haben, aufgenommen hat und hier kräftig investieren will".

    So könnte die Förderung helfen

    Auch die Die IHK Schwaben lobt den Schritt. Konkret helfe die Förderung, indem die Herstellung von Prototypen und eine aufwändige Zertifizierung von neuen Produkten ermöglicht werde, für die es aktuell noch keinen Massenmarkt gibt. Unternehmen mit engen finanziellen Spielräumen würden ohne Förderung nicht in solche Projekte vorstoßen, so Matthias Köppel, Bereichsleiter Standortpolitik der IHK Schwaben.

    Was die Gewerkschaft sagt

    Die IG Metall Augsburg glaubt jedoch nicht, dass die Förderprogramme den Menschen, die ihre Jobs verlieren, helfen werden - zumindest nicht kurzfristig. Aber sei ein wichtiges Zeichen, "dass Augsburg eine Zukunftsregion ist und dass es sich lohnt hier zu bleiben oder herzukommen", so Michael Leppek von der IG Metall. Für akut vom Stellenabbau betroffene Menschen brauche es Perspektiven, z.B. durch Qualifizierung, die könne und solle in den Betrieben passieren.

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