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Nach "jetzt red i": Oberpfälzer bei der Bundesnetzagentur | BR24

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Im September wurde in der BR-Sendung "Jetz red i" über den Südostlink diskutiert. Danach durfte ein Landwirt aus Störnstein seine Bedenken gegen die Stromtrasse beim Präsidenten der Bundesnetzagentur in Bonn persönlich erläutern.

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Nach "jetzt red i": Oberpfälzer bei der Bundesnetzagentur

Nach der Diskussion über den Südostlink in der BR-Sendung "jetzt red i" hat ein Landwirt aus Störnstein seine Kritik bei der Bundesnetzagentur in Bonn vorgetragen. Deren Präsident hatte den Landwirt noch während der Sendung eingeladen.

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Im September wurde in der BR-Bürgersendung "jetzt red i" über den Südostlink diskutiert. Jetzt durfte der in der Sendung vorgestellte Landwirt Hubert Meiler aus Störnstein seine Bedenken gegen die Stromtrasse beim Präsidenten der Bundesnetzagentur in Bonn persönlich erläutern. Der hatte den Landwirt noch während der laufenden Sendung eingeladen.

Landwirt hatte Brief seiner Enkel im Gepäck

Den Landwirt beschäftigten vor allem die Auswirkungen der Erdverkabelung auf den Boden seiner landwirtschaftlichen Flächen. Nach derzeitiger Planung soll die Trasse zwischen seinen beiden Hofstellen in Störnstein verlaufen. Mit drei Seiten voller Fragen und einem Brief seiner Enkel an den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, fuhr Hubert Meiler am Freitag nach Bonn. Unter anderem wollte er wissen, wie stark sich der Boden aufheize durch die Stromkabel und welche Auswirkungen das auf den Boden habe.

Landwirt kritisiert Mangel an Lösungen

Homann bot eine ganze Expertenrunde auf, die zweieinhalb Stunden mit dem Oberpfälzer Landwirt diskutierte. Hubert Meiler zieht danach ein ernüchterndes Fazit. Er habe das Gefühl, dass die Experten die Probleme sähen, sie hätten aber noch keine Lösungen, so Meiler. Zudem gebe es derzeit noch keine wissenschaftlichen Studien, wie sich die Erdverkabelung der Stromtrasse auf den Boden auswirke.

Bundesnetzagentur bleibt Antworten schuldig

Auch die genaue Technik, die verlegt werden soll, steht noch nicht fest, bestätigt der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Deshalb könne er in dieser Phase des Verfahrens einige Fragen noch nicht beantworten, so Homann. Gleichzeitig verspricht er aber eine bodenkundliche Begleitung im Rahmen der Bauphase durch externe Fachleute. "Notfalls komme ich auch, um Regenwürmer zu zählen", sagte Homann während des Gesprächs. Als feste Zusage wollte er das aber nicht verstanden haben.

Planung für Trassen-Abschnitt Hof-Schwandorf läuft noch

Derzeit läuft noch die so genannte Bundesfachplanung für den Abschnitt C des Südostlinks zwischen Hof und Schwandorf. Dabei wird bis Ende des Jahres ein 1.000 Meter breiter Korridor festgelegt, innerhalb dessen die Trasse verlegt werden soll. Erst im nächsten Schritt, dem Planfeststellungsverfahren, werden dann die konkreten Grundstücke innerhalb dieses Korridors festgelegt. Erst dann wird auch über die Technik entschieden, also die Stärke und Anzahl der Stromkabel.

Bis 2022 sollen die Planungen abgeschlossen sein, dann rechnen die Experten der Bundesnetzagentur mit einer Bauzeit des Südostlinks von vier Jahren.