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Nach Unglück auf Tutzinger Hütte im Rollstuhl: Wer ist schuld? | BR24

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Ein Wanderer ist auf der Tutzinger Hütte in Oberbayern gestürzt und sitzt seitdem im Rollstuhl. Ob dem Mann Schmerzensgeld zusteht, darum geht es heute am Landgericht München. Aus Sicht des 47-Jährigen sind der Wirt und der DAV schuld an dem Unglück.

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Nach Unglück auf Tutzinger Hütte im Rollstuhl: Wer ist schuld?

Ein Wanderer ist auf der Tutzinger Hütte in Oberbayern gestürzt und sitzt seitdem im Rollstuhl. Ob dem Mann Schmerzensgeld zusteht, darum geht es heute am Landgericht München. Aus Sicht des 47-Jährigen sind der Wirt und der DAV schuld an dem Unglück.

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Für den 47-jährigen Grafinger sollte es im Oktober 2016 ein schöner Ausflug im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen werden. Mit einem Freund bestieg er erst die Benediktenwand, dann quartierten sich die Männer in der Tutzinger Hütte ein.

Es wurde ein feuchtfröhlicher Abend. Nach eigenen Aussagen ging er nachts von der Toilette zurück ins Bett und öffnete dabei eine Fluchttür im 1. Stock. Er stürzte auf eine Plattform und dann rund drei Meter in die Tiefe. Beim Aufprall brach er sich zwei Brustwirbel.

Seit dem Sturz querschnittsgelähmt

Seitdem ist der Familienvater querschnittsgelähmt. Seinen Beruf als Steuerberater kann er nicht mehr ausüben.

Weil die Plattform kein Schutzgeländer hatte, sieht der Mann die Schuld beim damaligen Wirt und bei der Sektion Tutzing des Deutschen Alpenvereins.

Ein Gutachter stellte später fest: Der Grafinger hatte knapp zwei Promille im Blut. Ob er Schmerzensgeld und Schadensersatz bekommt oder womöglich auch selbst für das Unglück verantwortlich war, muss nun das Landgericht entscheiden. Noch ist offen, ob das Urteil heute fällt.

Von
  • Johannes Hofmann
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