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Nach Hotel-Aus: Wie geht es weiter mit Füssens Festspielhaus? | BR24

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Nach Hotel-Aus: Wie geht es weiter mit Füssens Festspielhaus?

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Nach Hotel-Aus: Wie geht es weiter mit Füssens Festspielhaus?

Ein Unternehmer wollte das Festspielhaus in Füssen mit einem Luxushotel in die Zukunft führen. Doch nach massivem Widerstand zog er die Hotelpläne zurück. Die Zukunft des Festspielhauses steht seitdem auf der Kippe. Wie soll es nun weitergehen?

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Im Festspielhaus Füssen wird gerade für das Musical "Der Ring" geprobt. Der Betrieb läuft also. Doch das Aus für das Luxushotel, das das private Theater absichern sollte, hat sie hier hart getroffen. Theaterdirektor Benjamin Sahler bleibt trotzdem optimistisch:

"Es gab so diesen Moment, wo wir alle dachten: Ja gut, jetzt bricht vielleicht alles zusammen! Aber davon haben wir uns eigentlich binnen weniger Tage schon erholt. Und wir sind überzeugt: Wir werden alle davon überraschen, dass wir im nächsten Jahr noch besser sind als in den vergangenen Jahren", so Sahler.

Festspielhaus soll eine Million Euro einsparen

Seit dem Hotel-Aus vor zwei Monaten arbeitet der Theaterdirektor an einem neuen, verschlankten Spielplan. Seine Herausforderung: Ein attraktives Programm gestalten und dabei aber eine Million Euro einsparen. Zwar können sich die Besucherzahlen mit 100.000 Gästen allein in diesem Jahr durchaus sehen lassen.

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Drei Pleiten hat das Musicaltheater hinter sich. Nach der letzten schien es endlich bergauf zu gehen: Unternehmer Rietzler wollte es mit einem Luxushotel finanziell absichern. Aber nach teils massivem Widerstand zog er die Hotelpläne zurück.

Das Ziel ist die Schwarze Null

Um ohne das angeschlossene Hotel langfristig überleben zu können, brauche das bisher rein privat finanzierte Musicalhaus aber eine schwarze Null, so Sahler: "Es ist natürlich unser Ziel, hier einen Betrieb aufzubauen, der mit ein bisschen öffentlichen Subventionen, mit privaten Sponsorengeldern und mit einem tollen Programm und hohen Ticketverkäufen sich selber tragen kann."

Ein neugegründeter Förderverein und eine Kulturgesellschaft sollen jetzt Sponsorengelder und Zuschüsse einsammeln. Um Kosten zu sparen, wurden inzwischen zehn von 35 Stellen abgebaut. Im zweiten Halbjahr 2019 läuft der Betrieb schon fast kostendeckend, versichert die Theaterleitung.

Geschäftsführerin ist optimistisch

Geschäftsführerin Birgit Karle sieht das Haus auf einem guten Weg: "Wir sind gute Geschäftsleute, wir können rechnen. Wir können auch den Gürtel enger schnallen und wir werden alles daran setzen, das Festspielhaus wirklich zu erhalten und in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Das ist unsere Aufgabe."

Doch weil das Haus unter anderer Führung schon drei Pleiten erlebt hat, schauen viele in Füssen genau hin, ob es denn dieses Mal wirklich klappt.