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Wetter: Nach Hitze und Regen bringt der April wieder Schnee | BR24

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Aprilwetter in Franken: In Teilen Oberfrankens ist tatsächlich Schnee gefallen, zum Beispiel rund um Berg im Landkreis Hof. Etwas Winterzucker nach Frühlingsbeginn - spätestens am Montag ist der Spuk vorbei.

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Wetter: Nach Hitze und Regen bringt der April wieder Schnee

Während in Oberbayern und vielen anderen Landesteilen heute trübes oder sonnig-kaltes Wetter vorherrscht, hat es andernorts geschneit. So rieselten in Ober- und Unterfranken sowie in der Oberpfalz die Schneeflocken. In der Nacht droht Glättegefahr.

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In Ober- und Unterfranken sowie in der Oberpfalz rieselten die Schneeflocken. Auf den Straßen blieb nichts liegen, aber die Wiesen waren zeitweise leicht angezuckert. Auslöser für die Schneefälle war ein kleines Tief, das sich in großen Höhenlagen bewegt. Weitere Schneefälle werden wohl folgen: In der Nacht zu Sonntag wird es im Allgäu schneien. Fünf bis zehn Zentimeter Schnee seien möglich, so der Meteorologe Christian Lorenz. Auch in anderen Landesteilen könnte es schneien, zumindest ist Schneeregen zu erwarten. Betroffen sind das südliche Oberbayern, Unterfranken und Schwaben.

In der Nacht Glättegefahr

Zwar werden keine großen Niederschlagsmengen erwartet. Auf den Straßen aber könnte es dennoch zu Schneeglätte kommen. Ungewöhnlich seien solche Kälteeinbrüche im April allerdings nicht, meint der Meteorologe Christian Lorenz.

Am Sonntag soll es nieseln

Morgen kann es in ganz Bayern immer mal wieder etwas nieseln. Je nach Tageszeit und Höhenlage mischen sich auch wieder Schneeflocken darunter. Ab Montag ist der Spuk vorbei: Unter Hochdruckeinfluss lockert es auf. Die Niederschläge hören auf. Und die Achterbahnfahrt der Temperaturen setzt sich in die andere Richtung fort: Bis zum Osterwochenende erwärmt sich die Luft Tag für Tag mehr. Unter Umständen sind wieder bis zu 20 Grad möglich.

Freundliches Wetter in der Karwoche - Sorge vor Dürre

Kinder und Eltern können sich über eine freundliche erste Osterferienwoche freuen, für die Landwirte dagegen besteht eher Anlass zur Sorge.

"Das bisschen Niederschlag ist zu wenig, gerade jetzt in der Vegetationsperiode." Christian Lorenz, Meteorologe

Denn in keiner anderen Jahreszeit sind Niederschläge für die Vegetation so wichtig wie im April und Mai. In Bayern war der April 2018 der wärmste seit dem Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880. Fast ein Grad war dieser April wärmer als der bisherige Wärmerekordhalter, der April 2009, und mehr als fünf Grad war er wärmer als die Norm (also der langjährige Durchschnittswert). Dazu kommt, dass der Grundwasserpegel im letzten Jahr stark gefallen ist. Die reichhaltigen Niederschläge in diesem Winter haben das Defizit nicht ausgleichen können.

Auch Agrarmeteorologen sorgen sich daher: Falls es dieses Jahr ähnlich wenig regnen sollte wie im letzten Jahr, drohen weit stärkere Ernteausfälle.