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Nach Hausexplosion in Rettenbach: Ermittlungen gehen weiter | BR24

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Ein halbes Jahr nach der Hausexplosion in Rettenbach am Auerberg mit zwei Toten und einer Schwerverletzten sind noch etliche Fragen offen. Die Ermittlungen laufen.

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Nach Hausexplosion in Rettenbach: Ermittlungen gehen weiter

Vor genau sechs Monaten ist in Rettenbach am Auerberg ein Wohnhaus explodiert. Ein Vater und seine Tochter starben bei dem Vorfall im Landkreis Ostallgäu, die Mutter überlebte schwer verletzt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an.

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„Die Ermittlungen laufen noch“, sagt Ferdinand Siebert, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Kempten. Ermittler und Gutachter müssten klären, wer wann welche Arbeiten an dem später explodierten Haus in Rettenbach am Auerberg im Landkreis Ostallgäu durchgeführt hat und ob einer Person ein konkreter Vorwurf gemacht werden kann.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Experten des Landeskriminalamts hatten schon kurz nach der Explosion vor sechs Monaten festgestellt, dass eine Gas-Zuleitung auf dem Grundstück Beschädigungen aufwies und so Flüssiggas wohl über längere Zeit durch das Erdreich sickern und in das Haus gelangen konnte - obwohl das Gebäude nicht direkt ans Gasnetz angeschlossen war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt.

Frau hat Explosion in Rettenbach schwer verletzt überlebt

Bei der Explosion vor sechs Monaten waren ein Vater und seine Tochter umgekommen. Die Mutter überlebte schwer verletzt. Die 40-Jährige kann laut dem Rettenbacher Bürgermeister nach Monaten in Krankenhäusern die Reha-Klinik in diesen Tagen verlassen. Die Frau werde nun erst einmal zu ihren Eltern ins nordöstliche Oberbayern ziehen. Dort leben derzeit auch die beiden Söhne der Familie, die zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Haus waren.

Trümmer des Unglücks-Hauses in Rettenbach inzwischen abgetragen

Das Leben in Rettenbach geht laut Bürgermeister Reiner Friedl unterdessen „unerbittlich weiter“. Bei einem Benefizkonzert zugunsten der Familie Anfang des Monats sei das Unglück bei allen wieder sehr präsent gewesen. Die Trümmer des explodierten Wohnhauses sind inzwischen abgetragen. Auf dem Grundstück wurde eine Blumenwiese angesät.

Hilfsbereitschaft in Rettenbach und darüber hinaus groß

Nach wie vor ist die Hilfsbereitschaft über den Ort hinaus groß: Über eine Spendenaktion hat der Allgäuer Hilfsfonds inzwischen einen großen Betrag für die Familie gesammelt. Vom Kind, das fünf Euro von seinem Kommuniongeld gespendet hat, bis hin zur 15.000-Euro-Großspende eines Marktoberdorfer Motorradvereins sei alles dabei gewesen, sagt Schatzmeister Simon Gehring. Der Allgäuer Hilfsfonds nimmt auch weiterhin Spenden für die Familie an.