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Nürnberger und Fürther gedenken der Opfer von Hanau | BR24

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Nach der Gewalttat von Hanau, bei der heute Nacht elf Menschen starben, wollen auch in Franken Einrichtungen ihre Solidarität und Trauer bekunden. Viele der Opfer hatten Migrationshintergrund, es gibt Hinweise auf ein rassistisches Motiv.

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Nürnberger und Fürther gedenken der Opfer von Hanau

Nach der Gewalttat von Hanau, bei der elf Menschen starben, wollen auch Franken ihre Solidarität und Trauer mit den Opfern bekunden. So fanden heute eine Kundgebung in Fürth und eine Kundgebung und Andacht in Nürnberg zu ihrem Gedenken statt.

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Auch in Franken möchten Menschen ihrer Trauer und Fassungslosigkeit nach der Gewalttat in Hanau Ausdruck verleihen. Neun der zehn Opfer hatten Migrationshintergrund, es gibt Hinweise auf ein rassistisches Motiv.

Solidaritäts-Kundgebung in Fürth

Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus (BgR) hatte in einer Mitteilung zu einer Kundgebung am Dreiherrenbrunnen in der Fürther Fußgängerzone aufgerufen. Damit wollte das Bündnis seiner Trauer und Empörung über die Tat Ausdruck verleihen und Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen zeigen.

Kundgebung vor der Lorenzkirche

Mit einer Kundgebung vor der Nürnberger Lorenzkirche wollten unterschiedliche Vereine und Religionsgruppen ihre Trauer und Solidarität mit den Opfern und deren Hinterbliebenen nach den Morden in Hanau ausdrücken und sich gegen rechtsextreme Gewalttaten positionieren. Zu den Gruppen, die zur Teilnahme aufriefen, waren neben dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg, auch die Alevitische Gemeinde in Nürnberg und die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion.

Andacht der türkischen Gemeinde am Nürnberger Plärrer

Die Türkische Gemeinde in der Metropolregion Nürnberg (tgmn) hat mit einer Andacht der Opfer gedacht. Wie die Gemeinde mitteilt, verurteilt sie "die brutalen und rassistisch motivierten Taten in Hanau aufs Schärfste". Ihre Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer, den Verletzten wünscht die Gemeinde baldige Genesung. Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern lud sie "alle Demokraten" zur Andacht am Nürnberger Plärrer. Rund 100 Teilnehmer folgten ihrer Einladung. Sie alle wollten ein Zeichen gegen Menschenverachtung und Rechtsextremismus setzen.