Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Nach Großbrand in Recyclinganlage: Keine auffälligen Werte | BR24

© BR

Anfang dieser Woche tobte ein Großbrand in einer Wörther Recycling-Anlage. Die Verzehrwarnung von Obst und Gemüse bleibt bestehen.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nach Großbrand in Recyclinganlage: Keine auffälligen Werte

Nach einem Großbrand in einer Recyclingfirma in Wörth an der Isar (Landkreis Landshut) haben die Behörden keine auffälligen Dioxin- und Furanwerte gemessen. Das bedeutet eine leichte Entspannung der Lage, aber keine Entwarnung.

Per Mail sharen
Teilen

Nach dem Großbrand mit riesiger Rauchwolke am Wochenende im niederbayerischen Wörth konnten keine auffälligen Dioxin- und Furanwerte an Pflanzen und Böden gemessen werden. Das gab das Landratsamt Landshut am Nachmittag bekannt. Dennoch wird vorsorglich weiter empfohlen, Gemüse aus der Region, das direkt Kontakt mit der Rauchwolke hatte, vorerst nicht zu verzehren. Bedeutet also eine leichte Entspannung, aber noch keine Entwarnung. So könnte man die Ergebnisse der Laborwerte aus dem Landesamt für Umwelt zusammenfassen.

Landkreis Landshut will auf Nummer sicher gehen

Obwohl die Messwerte bei Dioxinen, Furanen und Schwermetallen "unauffällig seien", will der Landkreis Landshut auf Nummer sicher gehen. Die Gesundheit der Menschen habe absoluten Vorrang, heißt es in der Presseerklärung. Weitere Untersuchungen auf möglicherweise gesundheitsgefährdende Stoffe in Böden und Wasser werden noch am Wochenende gemacht. Auch um die möglicherweise regional unterschiedliche Belastung besser erfassen zu können.

Weiterhin Verzehrwarnung für Gemüse aus der Region

Die Verzehrwarnung für Gemüse aus den Gärten in der Region bleibt bestehen. Erst wenn alle Gesundheitsrisiken durch die Rauchwolke ausgeschlossen sind, könne die Verzehrwarnung aufgehoben werden. Das betrifft Salat und Gemüse, das direkt mit der Rauchwolke in Kontakt war. Die große Rauchwolke war beim Brand in einem Recyclingbetrieb entstanden.

SPD und Grüne fordern lückenlose Aufklärung

Die niederbayerischen Landtagsabgeordneten Ruth Müller (SPD) und Rosi Steinberger (Grüne) fordern unterdessen eine lückenlose Aufklärung des Falls. Dazu stellten sie eine Anfrage an die Staatsregierung. Darin will Müller unter anderem wissen, wie die Bevölkerung in Zukunft vor solchen Ereignissen und deren Auswirkungen geschützt werden kann. Steinberger äußerte außerdem in einer Mitteilung, dass ermittelt werden müsse, ob die Behörden "zu lange zugeschaut haben". Laut Steinberger sei es angeblich schon häufiger zu Beschwerden gekommen.

Bereits drei Brände in diesem Jahr

Am Montag war auf dem Gelände einer Recyclinganlage in Wörth an der Isar ein Feuer ausgebrochen, das zehn Stunden lang mehr als 300 Feuerwehrleute in Atem hielt. Seit Montagabend waren sie mit den Löscharbeiten beschäftigt, erst am Dienstagmorgen konnte der Brand gelöscht werden. Auf dem Gelände hatte es laut Behördenangaben in diesem Jahr bereits dreimal gebrannt.

© BR

Nach einem Großbrand in einer Recyclingfirma in Wörth an der Isar (Landkreis Landshut) haben die Behörden keine auffälligen Dioxin- und Furanwerte gemessen. Das bedeutet eine leichte Entspannung der Lage, aber keine Entwarnung.