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Nach Griff in Altenheim-Kasse: Bewährungsstrafe für Küchenchef | BR24

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Weil er über mehrere Jahre hinweg in einem Ansbacher Altenheim insgesamt fast 30.000 Euro veruntreut hat, wurde dessen ehemaliger Küchenchef vom Amtsgericht Ansbach zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

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Nach Griff in Altenheim-Kasse: Bewährungsstrafe für Küchenchef

Weil er über mehrere Jahre hinweg in einem Ansbacher Altenheim insgesamt fast 30.000 Euro veruntreut hat, wurde dessen ehemaliger Küchenchef vom Amtsgericht Ansbach zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

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Der 54-Jährige muss damit nicht ins Gefängnis, wie es die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Bei der Entscheidung des Amtsgerichts Ansbach kam dem Koch sein umfassendes Geständnis zugute.

Veruntreuung leicht gemacht

Bei der Urteilsbemessung wurde dem Verurteilten laut Gericht ebenfalls positiv angerechnet, dass die Verantwortlichen des Altenheims es ihm sehr leicht machten. "Es gab quasi keine Kontrollen und das Wissen um die Rückvergütungen sei verloren gegangen", stellte die vorsitzende Richterin Kerstin Wind fest.

Rückzahlungen auf eigenes Konto eingezahlt

Diese Rückvergütungen stammten vom Lebensmittellieferanten des Altenheims. Der Verurteilte hatte von 2012 bis zu seiner Entlassung 2017 diese jährlichen Rückzahlungen nicht in der Verwaltung abgegeben, sondern auf sein eigenes Bankkonto eingezahlt. Nach Angaben des Kochs handelte es sich dabei jeweils um Beträge von bis zu 6.000 Euro. Zudem hat er Geld aus der Kasse im Speisesaal des Heims einbehalten.

Auch Verwaltungsleiterin vor Gericht

Mitangeklagt ist auch die ehemalige Verwaltungsleiterin des Heims, ihr Verfahren wurde allerdings von dem des Kochs abgekoppelt und soll am 1. Juli fortgesetzt werden. Die 51-Jährige soll unter anderem Taschengelder von verstorbenen Heimbewohnern unterschlagen haben.