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Nach Grenzöffnung zu Tschechien: Großer Andrang bleibt aus | BR24

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Der erwartete Andrang auf tschechischer Seite nach der Grenzöffnung am vergangenen Freitag blieb über das Wochenende aus. Tschechische Geschäftsleute hofften auf viele deutsche Besucher, die die Wirtschaft und das Geschäft wieder ankurbeln.

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Nach Grenzöffnung zu Tschechien: Großer Andrang bleibt aus

Der erwartete Andrang auf tschechischer Seite nach der Grenzöffnung am vergangenen Freitag blieb über das Wochenende aus. Tschechische Geschäftsleute hofften auf viele deutsche Besucher, die die Wirtschaft und das Geschäft wieder ankurbeln.

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Seit Freitagmittag ist die Grenze nach Tschechien wieder offen. Viele tschechische Geschäftsleute hofften auf einen Ansturm von bayerischen Kunden. Doch die Grenzöffnung kam zu unerwartet.

Zum Tanken nach Tschechien

Die Bundespolizei hat am Wochenende ebenfalls mit mehr Verkehr gerechnet, wie es heißt. Ein Hubschrauber kreiste am Wochenende über der deutsch-tschechischen Grenze, um den Reiseverkehr zu überblicken. Zu Stoßzeiten zählte man beispielsweise in Furth im Wald zwischen 500 und 600 Autos, die die Grenze passierten. Hauptsächlich Menschen aus der näheren Umgebung wie Niederbayern oder Oberpfalz kamen zum Tanken oder Zigaretteneinkauf über die Grenze.

Leere Regale in den Geschäften und Tankstellen

Das geringe Aufkommen lässt sich mit der überraschenden Grenzöffnung am vergangenen Freitag erklären: Diese war eigentlich für 15. Juni geplant. Auch die tschechischen Geschäftsleute waren nicht auf die schnelle Grenzöffnung vorbereitet. Die Folge: Leere Zigaretten-Regale.

Mit der Grenzöffnung kommt für die Bundespolizei jetzt wieder der Alltag zurück, sagt Radolf Alesch, Dienstgruppenleiter der Bundespolizei in Waldmünchen.

"Durch die Grenzschließung und die lückenlose Grenzkontrollen durch die tschechischen Kollegen, konnte keine unberechtigte Person einreisen oder illegale Ware nach Deutschland verbracht werden. Das hat sich bereits verändert.“ Randolf Alesch, Dienstgruppenleiter der Bundespolizei Waldmünchen

Getrennte Familien freuen sich über Grenzöffnung

Nicht nur für die Bundespolizei, sondern auch für die tschechischen Geschäftsleute und vor allem bisher getrennte Familien ist mit der Grenzöffnung aber wieder ein Stück Normalität zurückgekehrt. Für Bürgermeister Sandro Bauer (CSU) aus Furth im Wald bedeutet die Grenzöffnung eine Erleichterung. "Weil wir gemerkt haben, wie wichtig wir uns gegenseitig sind". Gerade für die Wirtschaft seien tschechische Arbeitskräfte wichtig, sagt Bauer.

"Wir haben im Landkreis Cham mehrere Tausend, die täglich die Grenze überschreiten. Und das war vorher alles selbstverständlich und jetzt nicht mehr." Sandro Bauer, Bürgermeister Furth im Wald

Es habe wirtschaftliche Einbußen gegeben, "weil man nicht mehr produktions- oder lieferfähig war - zumindest nicht mehr in dem gewohnten Maße".

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