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Nach Gloria-Kritik: Revolverheld spendet an Sea Eye | BR24

© BR/Uli Scherr

Die Popband Revolverheld will für den nächsten Seenotrettungseinsatz der Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye spenden.

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Nach Gloria-Kritik: Revolverheld spendet an Sea Eye

Mit seiner Kritik an Gloria von Thurn und Taxis hatte Revolverheld-Sänger Strate bei den Schlossfestspielen in Regensburg für einen Eklat gesorgt. Jetzt will die Band den nächsten Einsatz der Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye mitfinanzieren.

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Die Popband Revolverheld will für den nächsten Seenotrettungseinsatz der Regensburger Hilfsorganisation Sea Eye spenden. Die Band habe zugesagt, die Kosten für die erste Woche der auf drei Wochen angelegten Rettungsmission mit dem Rettungsschiff Alan Kurdi zu übernehmen, teilte die Organisation mit. Ein Sea Eye-Sprecher sagte der Deutschen Presse Agentur, es handele sich um einen fünfstelligen Betrag.

Scharfe Kritik an der Schlossherrin

Revolverheld-Sänger Johannes Strate hatte in dieser Woche mit seinem Auftritt bei den Schlossfestspielen in Regensburg und seiner scharfen Kritik an Hausherrin Gloria von Thurn und Taxis für einen Eklat gesorgt. Man spiele hier auf dem Grund einer Frau, "mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen", hatte der Sänger gesagt.

"Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen, egal, woher sie kommen, (…) dass wir sie hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen." Johannes Strate, Sänger bei Revolverheld

Kritik an der Kritik

Der Regensburger Auftritt von Revolverheld wurde von den Fans gemischt aufgenommen. Neben viel Zustimmung gab es im Netz auch Kritik an einer möglichen Doppelmoral, weil die Band nicht ganz auf das Regensburger Konzert und die damit verbundene Gage verzichtet habe.

Höhe der Spende: fünfstellig

Ein Sea Eye-Sprecher sagte der Deutschen Presse Agentur, das Management der Band habe bei dem Verein angefragt, was eine Woche des Rettungsschiffes Alan Kurdi koste und diesen Betrag gespendet. Dabei handele es sich um einen fünfstelligen Betrag. Das unter deutscher Flagge fahrende Rettungsschiff wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Dass prominente Künstler Geld für die Mission spendeten, sei selten. Umso mehr freue sich der Verein über das Engagement von Revolverheld, hieß es.

Alan Kurdi-Mission geht weiter

Die Alan Kurdi liegt derzeit vor Mallorca und will in weniger als einer Woche wieder in See stechen und vor der Libyschen Küste patroullieren. Bei ihrer letzten Mission vor wenigen Wochen hatte die Alan Kurdi nach Angaben von Sea Eye mehr als 100 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Das Schiff sei derzeit das einzige zivile Rettungsschiff, das ohne Behinderung vor der libyschen Küste operieren könne.