BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Nach Gewinnrückgang: Sparmaßnahmen bei Koenig & Bauer | BR24

© dpa / picture-alliance

Symbolbild Koenig & Bauer

Per Mail sharen

    Nach Gewinnrückgang: Sparmaßnahmen bei Koenig & Bauer

    Nach einem umsatzschwachen Jahr will der Würzburger Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer die Kosten senken. Bis 2024 sollen sie um mehr als 70 Millionen Euro niedriger liegen. Stellen sollen zunächst nicht gestrichen werden.

    Per Mail sharen

    Ein Sparkurs soll beim Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer mit Sitz in Würzburg nach einem umsatzsschwachen Jahr Einsparungen bringen. In vier Jahren sollen die Kosten so um mehr als 70 Millionen Euro zurückgehen. Das teilte der SDax-Konzern in Würzburg mit.

    Man wolle vor allem die Herstellungskosten im Geschäft mit Neumaschinen drücken, also zum Beispiel schon im Einkauf sparen. Um die Änderungen an den Start zu bringen, rechnet Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann mit Einmalkosten von 30 bis 40 Millionen Euro.

    Koenig & Bauer: Stellenstreichungen aktuell nicht geplant

    Zum jetzigen Zeitpunkt seien ausdrücklich keine Stellenstreichungen geplant, so eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage von BR24. Sie betont aber auch, dass wegen der Coronakrise wohl niemand aktuell vorhersagen könne, was in mehreren Monaten sei.

    Viele Mitarbeiter wegen Corona im Homeoffice

    Aktuell seien viele Mitarbeitende im Homeoffice tätig – abhängig vom jeweiligen Arbeitsplatz. "Wer von zu Hause arbeiten kann, tut das gerade", so die Sprecherin. Die Kollegen in der Gießerei seien natürlich im Betrieb – durch wechselnde Schichten in kleineren Teams versuche aber jeder Arbeitsbereich in enger Absprache das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

    Abstimmungen an allen Standorten

    Mit allen Standorten – auch in Spanien zum Beispiel – würden über die gesamte Konzerngruppe hinweg gerade solche Abstimmung laufen. Der Vorstand habe mit einem Videostatement auf Zuversicht gesetzt: "Wir haben in unserer über 200-jährigen Geschichte schon viele Krisen durchgestanden. Das werden wir auch dieses Mal."

    Koenig & Bauer: Umsatzrückgang schon vor der Krise

    Bereits im Dezember – schon vor der aktuellen Coronakrise – hatte das Management die Prognosen senken müssen, weil erwartete Aufträge nicht kamen und die Kosten stiegen. Zusätzlich kostete die eingeschlagene Wachstumsoffensive für die kommenden Jahre viel Geld. Im letzten Jahr war der Umsatz der AG um 0,6 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Gewinn schrumpfte um 40 Prozent auf 38,4 Millionen Euro. Auch wegen der Unwägbarkeiten der Coronakrise soll die Dividende, also die jährliche Gewinnausschüttung an die Aktionäre, ausgesetzt werden.

    Rivale Heidelberger Druck hat kürzlich ebenfalls einen scharfen Sparkurs eingeschlagen und will 2.000 Stellen streichen.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!