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Nach Gewerbesteuer-Einbruch 15,5 Millionen Euro für Region Hof | BR24

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Wegen Corona zahlen viele Firmen weniger Gewerbesteuer. Der Hofer Stadtkasse fehlen 8,3 Millionen Euro.

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    Nach Gewerbesteuer-Einbruch 15,5 Millionen Euro für Region Hof

    Wegen Corona zahlen viele Firmen weniger Gewerbesteuer. So fehlen zum Beispiel in der Hofer Stadtkasse 8,3 Millionen Euro. Doch die bekommt die Stadt komplett ersetzt. Dennoch reagiert die Stadtspitze mit gemischten Gefühlen auf diese Nachricht.

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    Von
    • Annerose Zuber

    Insgesamt 15,5 Millionen Euro bekommen die Städte und Gemeinden in der Region Hof. Allein 8,3 Millionen Euro davon sind für die Stadt Hof bestimmt. Das ist der Ausgleich von Bund und Freistaat Bayern für die coronabedingte Lücke bei den Gewerbesteuer-Einnahmen in diesem Jahr.

    Gemischte Gefühle im Hofer Rathaus trotz der Finanzhilfen

    Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) reagiert auf Anfrage des BR mit gemischten Gefühlen auf diese Nachricht:

    "Wir bekommen den Verlust 2020 durch die Sonderzuweisung des Freistaats voll kompensiert. Aber für die Zukunft ist damit noch nichts gewonnen." Eva Döhla, Oberbürgermeisterin Hof

    Die Stadt Hof rechnet im nächsten Jahr mit weniger Gewerbesteuer

    Denn wie es nächstes Jahr aussieht, ist noch völlig offen. Momentan kalkuliert man im Hofer Rathaus für 2021 mit rund 17 Millionen Euro bei den Gewerbesteuer-Einnahmen. Das wären rund vier bis fünf Millionen Euro weniger als in den Vorjahren, so Hofs Oberbürgermeisterin.

    In Hof drohen Kürzungen bei der Kultur

    Deshalb fordert ebenso Klaus Adelt, der SPD-Landtagsabgeordnete für die Region Hof, auch für 2021 einen Ausgleich für die bayerischen Kommunen. Denn sonst müssten die Städte und Gemeinden bei Investitionen, aber auch im kulturellen und sozialen Bereich den Rotstift ansetzen.

    Strengere Auflagen für finanzschwache Kommunen "weltfremd"

    In diesem Zusammenhang kritisiert Adelt, dass finanzschwache Kommunen wie zum Beispiel Hof, die schon seit Jahren auf weitere Unterstützung durch Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen angewiesen sind, teils strengere Auflagen als im vergangenen Jahr zu erfüllen hätten:

    "In dieser Krise klamme Kommunen nochmals stärker an die Kandare zu nehmen, ist absolut weltfremd. Hier braucht es mehr Pragmatismus statt mehr Bürokratie." Klaus Adelt, SPD-Landtagsabgeordneter

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