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Nach Gaskocher-Explosion: Regensburger Feuerwehr gibt Entwarnung | BR24

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Bei einer Explosion in Lappersdorf im Landkreis Regensburg sind drei Menschen verletzt worden. Bewohner hatten mit einem Campingkocher hantiert.

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Nach Gaskocher-Explosion: Regensburger Feuerwehr gibt Entwarnung

Nachdem es in einem Wohnhaus in Lappersdorf (Lkr. Regensburg) am Montagabend zu einer Explosion durch einen Campingkocher kam, gibt die Berufsfeuerwehr Regensburg Entwarnung. Explosionen durch Gasgeräte kämen in den seltensten Fällen vor.

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In Lappersdorf, im Landkreis Regensburg, kam es gestern zu einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus. Ein Bewohner und sein Gast hatten verbotenerweise mit einem Campingkocher gekocht. In der Wohnung im vierten Stockwerk sei zunächst ein Feuer ausgebrochen, anschließend sei es zu der Verpuffung gekommen. Dabei wurden drei Personen verletzt. Dass es bei der Nutzung von Gasgeräten zu einer Explosion kommt, passiert allerdings in den seltensten Fällen, teilt die Berufsfeuerwehr Regensburg mit.

Fenster aus Fassade gerissen: Nur geringer Explosionsdruck

In den vergangenen Jahren habe es - zumindest im Stadtgebiet Regensburg - keinerlei derartige Vorfälle gegeben, erzählt Thorben Graßhoff, stellvertretende Amtsleiter, dem BR. Allerdings braucht es laut Graßhoff nicht viel um eine derartige Explosion, wie am Montagabend in Lappersdorf, auszulösen. Der Explosionsdruck, der entstehen muss, um ein Fenster aus der Verankerung zu reißen, sei erstaunlich gering.

Gas verflüchtigt sich im Freien

Graßhoff warnte davor, Gasgeräte in geschlossenen Räumen zu verwenden. Die Benutzung kann gefährlich sein, da bestimmte Geräte wie Campingkocher nur für den Betrieb im Außenbereich ausgelegt seien. Campingkocher verbrauchen laut Graßhoff bei längerem Gebrauch viel Sauerstoff. Dabei kann sich ein explosionsfähiges Gemisch bilden, wenn nicht gelüftet oder der Gastank nicht richtig zugedreht wird. Im Freien würde sich dieses Gas verflüchtigen.

Keine Sorge vor einer Heizpilz-Explosion

So müsse man sich auch bei Heizpilzen, die im Winter vermehrt draußen eingesetzt werden, nicht sorgen. Sie werden laut Graßhoff vor einer Zulassung nochmal technisch geprüft. Des Weiteren gebe es Zulassungsbestimmmungen, die eingehalten werden müssen. In der Regensburger Altstadt sind Heizpilze in diesem Winter zum ersten Mal erlaubt. Der Regensburger Stadtrat hat den temporären Einsatz von Heizpilzen für die von der Corona-Krise gebeutelte Gastronomie durchgewunken.

Tipps für Gasgrill, Heizstrahler, etc.

Wer bei seinen Gasgeräten daheim auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf verschlissene Dichtungen, poröse Schläuche und den festen Sitz des Ventils achten. Nach Gebrauch muss das Ventil einer Gasflasche immer gut verschlossen werden. Auch bei leeren Gasflaschen, da sich darin oft noch Gasreste befinden. Bei der Lagerung sollte man darauf achten, Gasflaschen weder in der prallen Sonne , noch im Auto, in Garagen oder Keller zu lagern. Gasflaschen sollten immer an einem gut belüfteten schattigen Ort fern von Zündquellen aufbewahrt werden.

Campingkocher wurde wohl falsch benutzt

Wohl wegen der falschen Benutzung eines Campingkochers ist es in der Wohnung in Lappersdorf zu dem Brand und der Verpuffung gekommen. Durch den Druck wurde ein Fenster aus der Verankerung gerissen, wie die Polizei mitteilte. Zwei Menschen aus der Wohnung und ein Anwohner wurden leicht verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 30.000 Euro, darunter fallen auch leicht verkratzte Autos, die an der vorbeiführenden Straße geparkt waren. Die Wohnung war zunächst unbewohnbar, die Kriminalpolizei ermittelt.

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