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Ein Foto zeigt den Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (2. von rechts) Ende Juli bei der Eröffnung eines Salons in Bamberg.

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    Nach Foto ohne Abstand und Maske: Kein Bußgeld für Bambergs OB

    Ein Foto, das den Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke ohne Maske und Mindestabstand zu weiteren Personen zeigt, bleibt für den Rathauschef ohne Folgen. Die Bamberger Bußgeldstelle habe keine Ordnungswidrigkeit feststellen können, heißt es.

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    Von
    • Thorsten Gütling

    Ein umstrittenes Foto, das den Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) bei einem Empfang während der Corona-Pandemie ohne Abstand und Mundschutz zeigt, bleibt ohne Folgen. Wie es aus dem Bamberger Rathaus auf Nachfrage des BR heißt, sei die Bußgeldstelle der Stadt zu dem Ergebnis gekommen, dass Starke nicht gegen die damals gültigen Regeln zum Infektionsschutz verstoßen habe.

    Starke ohne Abstand und Maske

    Ende Juli hatte ein Foto in den sozialen Medien die Runde gemacht. Darauf waren unter anderem Starke mit einem Champagnerglas sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bamberger Stadtrat, Klaus Stieringer, bei der Eröffnung eines Salons zu sehen. Den zu dieser Zeit nach der sechsten bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gebotenen Mindestabstand von 1,5 Metern hielten die Kommunalpolitiker weder zueinander noch zu anderen ein.

    SPD-Fraktions-Chef Stieringer veröffentlicht Bild selbst

    Stieringer, der auch Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins ist, hatte das Foto selbst auf Facebook veröffentlicht. In Bamberg sorgte der Fall für Unmut, weil die Stadt erst kurz zuvor zum wiederholten Male den Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen verboten hatte. Zur Begründung hieß es, dass sich Teile der Bürgerschaft bei Alkoholkonsum nicht mehr an die Regeln zum Infektionsschutz hielten.

    Bußgeldstelle: keine Ordnungswidrigkeit

    Aber weder gegen Starke noch gegen Stieringer sprach die zuständige Behörde nach Bekanntwerden des Fotos ein Bußgeld aus. Während es noch im September hieß, Starke müsse mit einem Bußgeld rechnen, heißt es jetzt auf Nachfrage des BR, Starke habe keine Ordnungswidrigkeit begangen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sei schließlich der Kontakt von bis zu zehn Personen erlaubt gewesen. Zwar habe nach der sechsten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ein Mindestabstand von 1,5 Metern gegolten. Um Verstöße zu ahnden, hätten damals aber die rechtlichen Grundlagen gefehlt. Der Oberbürgermeister habe sich zudem für sein Fehlverhalten entschuldigt.

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