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Nach einem massenhaften Fischsterben in der Wern im Landkreis Schweinfurt steht jetzt der Verursacher fest: Ein Landwirt hat sich inzwischen selbst gemeldet und den Vorfall eingeräumt. Das hat das zuständige Wasserwirtschaftsamt bestätigt.

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Nach Fischsterben in der Wern: Verursacher meldet sich selbst

Nach einem massenhaften Fischsterben in der Wern im Landkreis Schweinfurt steht jetzt der Verursacher fest: Ein Landwirt hat sich inzwischen selbst gemeldet und den Vorfall eingeräumt. Das hat das zuständige Wasserwirtschaftsamt bestätigt.

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Von
  • Norbert Steiche
  • BR24 Redaktion

Nach dem massenhaften Fischsterben in der Wern steht nun der Verursacher fest: Bei einem Landwirt ist beim Einmischen eines Fungizids gegen Pilzbefall das Spritzmittel bei der Abfüllung übergelaufen und dann bei Poppenhausen in einen Wernzulauf geflossen. Das sagte eine Sprecherin des Wasserwirtschaftsamts Bad Kissingen gegenüber BR24.

Landwirt für Fischsterben verantwortlich

Der Landwirt hatte sich selbst gemeldet. Laut der Sprecherin gehen die Ermittlungen dann auch an die Staatsanwaltschaft. Wie Ende Mai berichtet, waren im Oberlauf der Wern vermutlich über 10.000 Fische verendet: erst im März eingesetzte Bachforellen, Nasen, Rotten, Rotfedern, Rotaugen oder Elritzen. Das bestätigte damals Klaus Hoffmann, der erste Vorsitzende der "Hegefischereigenossenschaft Wern und seiner Nebengewässer". Der finanzielle Schaden liegt bei rund 8.000 Euro.

Fischbestand wohl nachhaltig beschädigt

Hoffmann vermutet, dass es bis zu fünf Jahre dauern könnte, bis der bisherige Fischbestand wiederhergestellt ist. Auch die Nahrungstiere der Fische, wie Steinfliegen- oder Köcherfliegenlarven und Bachflohkrebse sind verendet. Die toten Fische wurden zwischen Poppenhausen und dem Schweinfurter Stadtteil Bergl festgestellt. Wasserproben und ein verendeter Fisch wurden in ein Labor gebracht.

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