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Nach Festnahme im Fall Peggy: Spekulation über Mittäter | BR24

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Trotz der Festnahme eines Mordverdächtigen im Fall Peggy bleibt Gudrun Rödel, die Betreuerin des ursprünglich verurteilten Ulvi K. skeptisch, ob damit der Tod des kleinen Mädchens tatsächlich geklärt werden kann.

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Nach Festnahme im Fall Peggy: Spekulation über Mittäter

Trotz der Festnahme eines Mordverdächtigen im Fall Peggy bleibt Gudrun Rödel, die Betreuerin des ursprünglich verurteilten Ulvi K. skeptisch, ob damit der Tod des kleinen Mädchens tatsächlich geklärt werden kann.

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Ulvi K. war ursprünglich wegen Mordes an Peggy verurteilt, dann aber in einem zweiten Prozess freigesprochen worden. Und für seine Betreuerin Gudrun Rödel bleiben auch nach der Festnahme eines 41-Jährigen aus dem Landkreis Wunsiedel noch viele Fragen offen.

Für Rödel ist trotz Haftbefehl vieles ungeklärt

Auf Anfrage des BR erklärte Rödel, dass man erst von einem Durchbruch sprechen könne, wenn "die Staatsanwaltschaft eindeutig Fakten auf den Tisch legt." Der 41-Jährige aus dem Landkreis Wunsiedel, der als junger Mann zum Zeitpunkt von Peggys Verschwinden auch in Lichtenberg lebte, verweigert bislang die Aussage. Nach Angaben der Ermittler hat er den Mordvorwurf über seinen Anwalt bestreiten lassen.

Er sitzt seit heute in U-Haft. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei erklärten, gibt es einen "dringenden Tatverdacht gegen den 41-Jährigen, wonach der Mann selbst Täter oder Mittäter der Tötung der damals neunjährigen Peggy war und anschließend den leblosen Körper in einem Wald bei Rodacherbrunn ablegte.

Spekulationen im Fall Peggy gehen weiter

Es steht im Raum, dass mit der Tötung eine zuvor begangene Straftat verdeckt werden sollte. In diesem Zusammenhang wehrt sich Gudrun Rödel vehement dagegen, dass Ulvi K. möglicherweise in der Öffentlichkeit als ein eventueller Mittäter ins Gespräch gebracht wird. Sie erhebt dabei auch erneut Vorwürfe gegen die Ermittler.

"Es gibt Personen, die von der Polizei bis heute geschützt werden. Außerdem sind bestimmte Akten nicht mehr auffindbar." Gudrun Rödel, Betreuerin von Ulvi K.

Dagegen will sich Susanne K., die Mutter der getöteten Peggy momentan nicht zu den neuesten Ermittlungsergebnissen und der Festnahme eines neuen Tatverdächtigen äußern. Ihre Anwältin Ramona Hoyer erklärte heute auf BR-Anfrage: "Wir werden das nicht kommentieren.“