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Bildrechte: BR /David Donocik

Nach der Niederlage der deutschen Nationalelf beim Auftaktspiel gegen Frankreich ist die Stimmung bei den Fans in München gedämpft. Insgesamt war es ein entspannter Abend.

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Nach EM-Spiel: Enttäuschung auf der Fanmeile

Nach der Niederlage der deutschen Nationalelf beim Auftaktspiel gegen Frankreich ist die Stimmung bei den Fans in München gedämpft. Insgesamt war es ein entspannter Abend – im Stadion jedoch gab es einen Zwischenfall.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Elsbeth Bräuer

Ein Fahnenmeer gab es nicht auf der Fanmeile an der Münchner Leopoldstraße. Die Stimmung war unter den Fußballfans eher verhalten, ein paar Deutschlandtrikots – dafür an jeder Ecke Streifenpolizisten und Security-Grüppchen. Nach der Niederlage gegen Frankreich herrschte Enttäuschung, aber alles blieb friedlich. Die Fanmeile war zwar gut besucht, musste aber anders als bei früheren Fußballfeiern dieses Mal nicht für den Verkehr gesperrt werden. Einige Fans verließen ihre Tische eher zügig.

Beim Public Viewing kam keine rechte Stimmung auf

Auch im Kino am Olympiasee verließen die 500 Fans das Public-Viewing-Gelände mit getrübter Stimmung, nachdem sie auf großer Leinwand gemeinsam das EM-Spiel verfolgten. Frankreich habe verdient gewonnen, so der Tenor. Über einen deutschen Sieg hätten sich die meisten aber wohl deutlich mehr gefreut. Schon während des gesamten Spiels blieb die Stimmung beim Public Viewing verhalten. Den größten Jubel gab’s nach den beiden „Abseits-Toren“ Frankreichs. Trotzdem – so fasst es eine Zuschauerin zusammen - nach dem langen Lockdown endlich mal wieder in größerer Gruppe gemeinsam Fußball schauen zu können, war ein super Erlebnis.

Friedliche Fußballfans

Die Polizei zog nach dem EM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich eine positive Bilanz. Sie hatte das Geschehen in der Münchner Innenstadt ebenso wie vor dem Stadion im Blick, wo Beamte der Reiterstaffel unterwegs waren. Schon am Nachmittag war die Stadt sehr belebt, aber friedlich gewesen.

Nach dem Spiel zeigte sich die Fanmeile zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit kurz vor Mitternacht nur noch zum Teil gut besucht. Vereinzelt feierten deutsche und französische Fußballanhänger gemeinsam. An vielen Straßenecken standen Polizeikräfte, die allerdings nicht eingreifen mussten. Für die Fanmeile hatte das Kreisverwaltungsreferat ein Verbot von Glasflaschen und Pyrotechnik ausgesprochen.

Greenpeace-Aktivist stört deutschen EM-Auftakt: Zwei Verletzte

In der Arena selbst sorgte ein Vorfall kurz vor dem Anpfiff dagegen für Aufsehen: Ein Greenpeace-Aktivist war mit seinem Motorgleitschirm unmittelbar vor Anpfiff auf dem Spielfeld gelandet. Beim Landeanflug hatte der 38-Jährige nach Polizeiangaben zwei Menschen leicht am Kopf verletzt. Sie kamen ins Krankenhaus. Der Aktivist, der mit einem Schriftzug auf dem Gleitschirm gegen Volkswagen protestiert hatte, wurde festgenommen. Über Twitter entschuldigte sich Greenpeace dafür, dass durch die Aktion Menschen gefährdet wurden und sprach von einer „erzwungenen Notlandung“ durch eine technische Störung. Die Umweltorganisation hatte gegen den Sponsor Volkswagen protestieren wollen und hatte auf Twitter gefordert, er solle keine klimaschädlichen Diesel- und Benzinautos mehr verkaufen.

DFB verurteilt Störung

Der Deutsche Fußball-Bund hat die gefährliche Aktion scharf kritisiert. "Diese Aktion verurteilen wir als DFB. Derjenige hat nicht nur sich, sondern auch andere gefährdet und verletzt. Das ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar", sagte Verbandssprecher Jens Grittner bei der Pressekonferenz nach dem 0:1 zum Turnierstart gegen Frankreich.

In den sozialen Netzwerken wird die Aktion kontrovers diskutiert. Auf Twitter kündigen User Greenpeace nach der gefährlichen Aktion sogar ihre Unterstützung auf. Der Imageschaden für die Organisation könnte enorm sein. Auch die Sicherheit im Stadion wurde diskutiert, wie jemand bei einem solchen Spiel überhaupt im Stadion landen kann.

Mit Material von dpa.

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