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Nach der Hitze: Unwetter ziehen über Bayern hinweg | BR24

© pa/dpa/Lino Mirgeler

Ein Auto fährt auf einer regennassen Landstraße bei Allershausen

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Nach der Hitze: Unwetter ziehen über Bayern hinweg

Regen, Gewitter und Hagel: Zu Wochenbeginn ist eine Kaltfront über Bayern gezogen. Für Teile Bayerns riefen Meteorologen zeitweilig die höchste Unwetter-Warnstufe aus. Größere Schäden wurden bislang nicht bekannt.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in München warnte am Montag in Teilen Bayerns vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel. Für mehrere Landkreise und Städte in Oberbayern, Schwaben, Oberpfalz und Niederbayern riefen die Meteorologen zeitweise die höchste Warnstufe ("extremes Unwetter") aus. Es kam zu teils heftigen Gewittern infolge der schwülwarmen Luftmassen.

Starkregen - doch die Waldbrandgefahr bleibt

In Füssen im Allgäu schlug ein Blitz in ein Gebäude ein - zwei Frauen kamen mit einem Schock ins Krankenhaus. Im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zu rund 20 Einsätzen aus, vor allem wegen umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller, wie ein Sprecher der Leitstelle sagte. In Peißenberg stürzte ein Strommast auf ein Auto und verletzte dessen Fahrer leicht.

Auch in Rothenfeld bei Andechs fielen 33,4 Liter Regen auf einen Quadratmeter in der Stunde, in Miesbach waren es 24 Liter und am Forgensee 20 Liter. Ab 15 Litern pro Stunde sprechen die Meteorologen von Starkregen. Doch trotz des Regens ist die Waldbrandgefahr in Bayern nicht gebannt. Im Bayerischen Wald sei daher das Grillen bis auf Weiteres verboten, teilte die Verwaltung am Montag mit.

Kampf gegen Waldbrände

Das Löschen eines am Sonntag entfachten Waldbrands nahe Böbing (Weilheim-Schongau) aus der Luft mussten die Einsatzkräfte wegen des Unwetters unterbrechen, wie ein Sprecher der Leitstelle Oberland sagte. Ein weiterer, kleiner Waldbrand entstand seinen Angaben nach am Montag am Hohen Grasberg im Karwendelgebirge. Die Ursache war zunächst unklar.

Am Poschberg im nordwestlichen Lattengebirge bei Bad Reichenhall schlug ein Blitz in einen Baum ein und setzte laut örtlichem Bayerischen Roten Kreuz die umliegende Vegetation in Brand. Feuerwehrleute stiegen zu Fuß in das unwegsame Gelände auf und löschten. Ein weiterer, kleiner Waldbrand entstand den Angaben zufolge am Montag am Hohen Grasberg im Karwendelgebirge. Die Ursache war zunächst unklar.

Überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller

Auch über Ostbayern zogen am Nachmittag Gewitter hinweg. Im Großraum Regensburg stürzten mehrere Bäume um, Bauzäune wurden herumgeweht, Gullydeckel weggeschwemmt, wie die Polizei mitteilte. Etwa 35 Einsätze zählten die Beamten wegen des Unwetters.

In Neutraubling im Kreis Regensburg schlug ein Blitz in ein Haus ein, es gab aber keinen Schaden, wie die Polizei mitteilte. Im Landkreis Kelheim gab es Überschwemmungen auf Feldern und Straßen, Äste mussten von der Fahrbahn entfernt werden und einige Keller waren vollgelaufen, wie die Einsatzzentrale der Polizei Niederbayern mitteilte.

Sonnig, aber nicht mehr übermäßig heiß

Ab Dienstag wird es nach Angaben des DWD in weiten Teilen des Freistaats trocken, in den Alpen gebe es aber Schauer und Gewitter. Der Sommer ist damit noch nicht vorbei, aber Temperaturen weit über 30 Grad seien zunächst nur noch vereinzelt zu erwarten. Bis zum Wochenende bleibe es überwiegend trocken und sonnig bei Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad, sagte ein Meteorologe.