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Nach den Flüchtlingen ist vor der Renovierung | BR24

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Symbolbild: Flüchtlingsnotunterkunft Turnhalle

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    Nach den Flüchtlingen ist vor der Renovierung

    Im Mai haben die letzten Asylbewerber die Turnhalle in Tegernsee (Lkr. Miesbach) verlassen. Sportvereine und Gymnasiasten freuten sich, ab September die Dreifachturnhalle wieder selbst nutzen zu können. Doch daraus wird nichts. Von Julia Binder

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    Die Halle bleibt weiterhin gesperrt, weil sie saniert werden muss. Nachdem die Asylbewerber ausgezogen waren, fanden Gutachter nämlich Schimmel und Keime. Derzeit wird gerade die Holzvertäfelung abgenommen, um zu prüfen, wie feucht die Wände dahinter sind. Der Boden hat große Schäden und auch bei den Sanitäranlagen muss einiges ausgebessert werden.

    Monatelang haben in der Turnhalle weit mehr als 100 Menschen auf engstem Raum gelebt. Dass das Spuren hinterlässt, ist klar, denn dafür war das Gebäude nicht ausgelegt. Wie lange die Sanierungsarbeiten dauern, steht noch nicht fest, voraussichtlich aber mindestens bis Dezember.

    Rechnung an den Freistaat Bayern

    Dafür aufkommen muss der Freistaat Bayern. Die Landratsämter können die Kosten laut Regierung von Oberbayern direkt mit dem Staatshaushalt verrechnen. Ein Sprecher des Landratsamtes Miesbach äußerte aber die Befürchtung, dass das beim Fall Tegernsee schwierig werden könnte, weil die Halle ohnehin nicht mehr sehr neu sei und dann wohl darüber gestritten werden könnte, welche Schäden durch die Nutzung der Asylbewerber entstanden und welche schon vorher da gewesen seien.