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Nach Dauerregen: Hochwasserlage in Oberbayern entspannt sich | BR24

© Georg Barth

Auf der B15 bei Schechen ist am Dienstag ein Kleinbus in den Fluten komplett untergegangen. Inzwischen schaut er immerhin wieder aus dem Wasser.

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Nach Dauerregen: Hochwasserlage in Oberbayern entspannt sich

Keller, Straßen, Autos: Das Hochwasser gibt nach und nach frei, was es am Dienstag überflutet hat. Die Lage entspannt sich in Oberbayern. Für die Helfer gibt es aber noch viel zu tun – und der Verkehr fließt noch nicht überall.

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Auf der B15 bei Schechen/Hochstätt wurde Dienstag eine Unterführung überflutet. Ein Kleinlaster ist in den Wassermassen versunken. Der 27-jährige Fahrer hatte versucht, durch die überflutete Unterführung zu fahren.

Am Dienstag waren viele Straßen im südlichen Oberbayern überflutet, inzwischen entspannt sich die Lage. Auf der Autobahn A 8 München-Salzburg bei Bad Aibling sei das Wasser abgeflossen, so die Verkehrspolizei Rosenheim am Mittwochmorgen. Derzeit werden die rund 4.000 Sandsäcke am Fahrbahnrand entfernt, und in Kürze wird die Fahrbahn wieder komplett freigegeben.

Seit Dienstagnachmittag hatte Wasser, das von den angrenzenden Mooren auf die Fahrbahn drückte, für Überflutungen der A 8 im Bereich zwischen Bad Aibling und Rosenheim-West gesorgt. Die Autobahn war zeitweise komplett gesperrt.

B 15 bleibt gesperrt

Die Bundesstraße B 15 bleibt im Bereich Schechen/Hochstätt auch den ganzen Mittwoch noch gesperrt. Dort ist am Dienstag eine Unterführung überflutet worden. Ein Kleinlaster ist in den Wassermassen versunken; beim Wasserhöchststand konnte man das Fahrzeug überhaupt nicht mehr sehen.

Das Wasser steht auch am Mittwoch noch auf der Straße. Techniker werden versuchen, die Unterführung mit einem Spezialgerät und Pumpen frei zu bekommen. Anschließend muss der Kleinlaster geborgen werden. Wann die Straße freigegeben werden kann, ist unklar.

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So sah die B 15 bei Schechen am Dienstag aus: Vom versunkenen Kleinlaster ist nichts zu sehen.

Aufräumen in Kirchdorf

Im Raublinger Ortsteil Kirchdorf, ebenfalls im Landkreis Rosenheim, gehen die Aufräumarbeiten weiter. Viele Keller stehen seit Dienstag unter Wasser und müssen ausgepumpt werden. In manchen Häusern ist Heizöl ausgelaufen, das fordere die betroffenen Hausbesitzer besonders, so Bürgermeister Olaf Kalsperger gegenüber dem BR. Er zeigt sich fassunglos: Selbst 90-jährige Kirchdorfer könnten sich nicht an solch ein Hochwasser-Unglück im Ort erinnern. Sogar 2005 und 2013 sei man verschont geblieben. Ob es für den Litzldorfer Bach Hochwasserschutzmaßnahmen brauche, werde man nun mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim prüfen müssen.

Nur wenige Straßenschäden

An den Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein sind durch die Überschwemmungen anscheinend keine gravierenden Schäden entstanden. Das sagte der Chef des Staatlichen Bauamts Traunstein, Christian Rehm, auf BR-Anfrage. Das sei gut, aber ungewöhnlich, weil es außergewöhnlich viele Straßen und Straßenabschnitte gab, die teilweise überflutet wurden und gesperrt werden mussten: etwa die B 307 zwischen Raiten und Schleching, die B 306 bei Eisenärzt, die Grenzbrücke Laufen oder die Staatsstraße bei Oberteisendorf, die durch das Achtal führt.

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