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Das Tierheim in Feucht beobachtet einen Trend, dass zunehmend Tiere im Heim abgegeben werden.

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Corona: Tierheim weiß nicht wohin mit zurückgegebenen Tieren

Während des Corona-Lockdowns haben sich Menschen viele Tiere angeschafft – und geben diese nun in Tierheime zurück. So auch im mittelfränkischen Feucht. Dort hat das Tierheim nun ein neues Kleintierhaus eingeweiht.

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Von
  • Jonas Miller
  • Carlo Schindhelm

Ausgangssperren, Lockdowns und Kontaktbeschränkungen. Für viele Menschen waren die vergangenen Monate eine harte Zeit. Während der Einschränkungen haben sie sich ein neues Haustier zugelegt, Tierschützer sprechen von "Corona-Anschaffungen". Und nun werden etliche Tiere wieder zurückgebracht. So beispielsweise im mittelfränkischen Tierheim in Feucht.

Zu viele Tiere werden zurückgegeben

Sonja Klement vom Trägerverein des Feuchter Tierheims beobachtet einen Trend, dass zunehmend Tiere im Heim abgegeben werden. Allein gestern wurden ihr zehn Kaninchen, vier Mäuse und zwei Ziegensittiche angeboten. Sie können gar nicht mehr alle Tiere aufnehmen und arbeiten mit einer Warteliste.

Neues Kleintierheim öffnet Ende August

Da kommt das nun eingerichtete neue Kleintierheim des Tierheims gerade recht. Dort können etwa Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas, Hamster, Mäuse, Frettchen und auch Vögel bis zu einer Weitervermittlung unterkommen. Derzeit wartet der Verein allerdings noch auf entsprechende Gehege für die Tiere, meint Klement. Sie hofft, dass die ersten tierischen Besucher spätestens Ende August einziehen können. Derzeit wisse sie nicht wohin mit den ganzen Tieren.

Neues Kleintierhaus verfügt unter anderem über Krankenstation

Das neue 360 Quadratmeter große Kleintierhaus hat mehr als eine Million Euro gekostet und verfügt über extra Quarantäne und Krankenstationen für die Tiere. Außerdem werden tag- und nachtaktive Tiere räumlich getrennt voneinander untergebracht, teilt der Verein auf seiner Internetseite mit. Für die Kaninchen gibt es auch eine mehrere Meter lange "Rennbahn". Dort können sie sich bewegen, wenn es draußen regnet oder zu kalt ist. Auch für Vögel gibt es eine spezielle Quarantäne- und Krankenstation.

Tiere gegen Einsamkeit und schlechte Stimmung

Bei vielen Menschen wuchs während der Corona-Pandemie das Bedürfnis nach tierischen Begleitern. Und das nicht ohne Grund, denn das Zusammensein mit Haustieren kann Einsamkeit verringern und so die Stimmung verbessern. "Die Heimtierhaltung wirkt sich positiv auf die physische und psychische Gesundheit der Menschen aus, auf die Lebenszufriedenheit", sagte Renate Ohr der Tagesschau. Die ehemalige Professorin für Wirtschaftspolitik an der Universität Göttingen hat sich in ihrer "Heimtierstudie 2019" intensiv mit dem Thema beschäftigt.

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Das neue Kleintierhaus des Tierheims in Feucht

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Besucherinnen und Besucher bei der Vorstellung des neuen Kleintierhauses in Feucht

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Das neue Kleintierhaus des Tierheims in Feucht

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Das neue Kleintierhaus des Tierheims in Feucht

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