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Nach Corona-Pause: WWG Bayreuth rüstet sich für den Schulbetrieb | BR24

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Gestaffelte Schulpausen und Mittelstreifen in den Gängen - Seit zwei Wochen hat der Unterricht für die Abschlussklassen des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums in Bayreuth wieder begonnen. Allerdings unter strengen Auflagen.

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Nach Corona-Pause: WWG Bayreuth rüstet sich für den Schulbetrieb

Einbahnstraße in den Treppenhäusern und ein Hausmeister, der mit dem Zollstock Tische zurechtrückt: Trotz Vorsichtsmaßnahmen blickt der Leiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums der Wiederaufnahme des Schulbetriebs skeptisch entgegen.

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Der Hausmeister des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG) in Bayreuth verrichtet derzeit Millimeterarbeit. Mit dem Zollstock misst er den 1,50 Meter großen Abstand zwischen den Sitzplätzen in den Klassenzimmern ab und bereitet die Schule auf den nächsten Ansturm vor: Die Abschlussklassen sind bereits wieder im Unterricht, am Montag (11.05.20) folgt die elfte Jahrgangsstufe. Mitte Mai kommen dann die 5. und 6. Klassen zurück. Der Lehrbetrieb soll auch am Bayreuther Gymnasium sukzessive wieder aufgenommen werden.

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Geteilte Klassen, doppelter Unterricht

Das allerdings geschieht nur unter strengen Auflagen. Durch den vom Kultusministerium vorgeschriebenen Abstand in den Klassenzimmern fehlt es an Platz, die Klassen müssen deshalb geteilt werden. Bei einer Maximalgröße von 15 Schülern bedeutet das für die Lehrer, sie müssen zwei Mal dieselbe Unterrichtsstunde halten.

Abstandsregeln für die Schüler

Auch im restlichen Schulgebäude stechen die Maßnahmen ins Auge. Treppenhäuser dürfen zum Teil entweder nur zum Hoch- oder Runterlaufen benutzt werden, vor den Kaffeeautomaten sind Wartebereiche abgeklebt und im Vorraum flattert Absperrband um die Stühle und Tische.

Schulleiter bezweifelt Umsetzung der Regeln bei Jüngeren

Schulleiter Hans-Dieter Sippel ist angesichts der momentanen Situation zufrieden. Die Jugendlichen in den Abschlussklassen würden sich konsequent an die Regeln halten. Ob diese auch noch in Zeiten eingehalten werden, in denen jüngere Schüler zurückkommen, bezweifelt Sippel jedoch:

"Es sind Kinder, die wollen rumspringen, die wollen sich bewegen. Ob die immer den notwendigen Abstand einhalten können, das würde ich in Frage stellen. Da wird es sicherlich Probleme geben." Hans-Dieter Sippel, Schulleiter WWG Bayreuth

Trotz der Bedenken würde Schulleiter Sippel einen sofortigen Übergang zum Normalbetrieb, zumindest aus schulischer Sicht, befürworten.

Schulleiter apelliert an Kultusministerium

Gutheißen würde Sippel auch eine Verbesserung der Kommunikation zwischen dem Kultusministerium und den Schulen. Die Informationen seien sehr spärlich gekommen, man habe immer wieder nachfragen müssen und bis zum Schluss habe es viele Unklarheiten gegeben, so Sippel im Gespräch mit dem BR. Einen groben Fahrplan hatte zuletzt immerhin Kultusminister Michael Piazolo vorgegeben: Mitte Juni sollen alle bayerischen Schüler wieder in die Schule gehen können.

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Abstand zum Banknachbarn: Am WWG in Bayreuth sind die Klassenzimmer für den Unterricht vorbereitet.

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