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Hotels und Gaststätten in Bayern ziehen bittere Bilanz | BR24

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In der Gastronomie und den Hotels in Bayern läuft der Betrieb wieder - doch glücklich sind die Betreiber nicht. Die Lage und auch die Perspektive für Hotels und Gaststätten seien mau, sagte Dehoga-Bayern-Präsidentin Inselkammer im BR-Interview.

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Hotels und Gaststätten in Bayern ziehen bittere Bilanz

In der Gastronomie und den Hotels in Bayern läuft der Betrieb wieder - doch glücklich sind die Betreiber nicht. Die Lage und auch die Perspektive für Hotels und Gaststätten seien mau, sagte Dehoga-Bayern-Präsidentin Inselkammer im BR-Interview.

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Fitnessstudios, Freibäder, Tanzschulen und Kletterhallen dürfen ab heute wieder öffnen - unter bestimmten Hygiene-Auflagen. Schon länger wieder offen haben die Gaststätten und auch die Hotels in Bayern - und das läuft gar nicht gut, sagte die Präsidentin des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Inselkammer, im B5 Thema des Tages.

"Nach der letzten Umfrage haben wir 65 Prozent Umsatzeinbußen im Gegensatz zum letzten Jahr Pfingstferien." Angela Inselkammer, Präsidentin des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes

Öffnungen der Hotels in Österreich erschweren die Lage

Ein Problem sei etwa, dass Hotelgäste in anderen Bundesländern bereits wieder die Wellnessbereiche nützen dürfen.

"Auch Österreich ist für uns eine große Herausforderung, weil da schon alles offen ist. Da ist auch die Maskenpflicht nicht mehr relevant", erklärte die Dehoga-Bayern-Chefin im B5-Interview und forderte einen Zeitplan für die Öffnung der Wellnessbereiche. Den gebe es bislang nämlich nicht.

Dehoga fordert weitere Lockerungen

Auch in den Gaststätten sei der Betrieb "sehr verhalten“ angelaufen. Hier sind die Außenbereiche seit drei Wochen geöffnet, in Innenräumen dürfen Wirte seit zwei Wochen wieder Gäste bedienen.

In der Zeit seien die Fallzahlen in Bayern nicht weiter gestiegen, betonte Inselkammer. "Deshalb wäre es an der Zeit, über weitere Lockerungen nachzudenken." Und bestimmte Betriebe wie Clubs oder Bars bräuchten ihr zufolge weitere Hilfen, weil sie noch immer strikten Einschränkungen unterliegen.

Nach Corona-Krise: "Den Menschen Mut machen"

Bis zum Jahresende bleibe die Perspektive mau, sagte die Präsidentin des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Darauf deuteten geringe Buchungszahlen hin.

"Wir wünschen uns, dass vom bayerischen Staat eine Initiative kommt, dass den Menschen Mut gemacht wird, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und rauszugehen und Freude zu haben, in die Gastronomie und in die Hotels zu kommen." Angela Inselkammer, Präsidentin des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes

Die Freien Wähler (FW) und die Freien Demokraten (FDP) in Bayern forderten am Sonntag unabhängig voneinander umfassende Lockerungen für Gastronomie und Handel.

Freie Wähler und FDP fordern deutliche Lockerungen

Die Freien Wähler wollen laut ihrem Landtagsfraktionschef Florian Streibl die Regeln für Hotellerie und Handel noch vor Fronleichnam am kommenden Donnerstag weitgehend aufheben.

Bars, Clubs und Kneipen hat der Bayern-FDP-Chef Daniel Föst im Blick. Er forderte einen Öffnungsplan für diese Schankbetriebe – unter Beachtung entsprechender Regeln wie Einlasslimits, Thekenverboten, einer begrenzten Aufenthaltsdauer für Besucher, beschränkte Öffnungszeiten und Abstandsregelungen. Bisher gibt es für solche Getränke-betonten Betriebe anders als bei Restaurants keine Aussicht auf Öffnung.

FW: Forderungen an eigene Regierung

Während die FDP als Oppositionspartei naturgemäß die Regierung mit Gegenvorschlägen und Kritik konfrontiert, stellen die Freien Wähler diese Forderung als Teil der bayerischen Regierungskoalition aus CSU und Freie Wähler.

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