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Nach Corona-Flaute: Kerzenhersteller hoffen auf die staade Zeit | BR24

© BR/Martin Gruber

In der Kerzenfabrik Kopschitz in Rotthalmünster ist aktuell Hochsaison. Die Wochen vor Weihnachten sind die umsatzstärksten im Jahr. Man hofft, die Umsatzeinbußen, die das Traditionsunternehmen wegen Corona machte, ausgleichen zu können.

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Nach Corona-Flaute: Kerzenhersteller hoffen auf die staade Zeit

Auch die Kerzenfabrik Kopschitz in Rotthalmünster im Kreis Passau wurde nicht von der Corona-Krise verschont. Nun - im Advent - ist man aber guter Hoffnung in dem 200 Jahre alten Traditionsunternehmen, die Einbußen wett machen zu können.

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Von
  • Martin Gruber
  • BR24 Redaktion

Es brummt gewaltig in der Kerzenfabrik Kopschitz in Rotthalmünster im Kreis Passau. Die Wochen vor Weihnachten sind die umsatzstärksten im Jahr. Die Firmenchefs hoffen, die coronabedingten Einbußen zumindest etwas ausgleichen zu können.

Bis zu 35.000 Kerzen pro Stunde

Etwa zwei Drittel des Umsatzes generiert die Kerzenfabrik in der Vorweihnachtszeit. Die Produktion läuft entsprechend auf Hochtouren. Betriebsleiter Josef Riedl: "Wir arbeiten auf zehn Produktionslinien. So können wir in der Stunde zwischen 30.000 und 35.000 Kerzen produzieren."

Hergestellt wird im Press-, Zieh- und Gießverfahren. Über 80 Prozent der Kerzen sind aus Paraffin, ein Mineralwachs, das bei der Schmierölproduktion anfällt, gute Brennqualität hat und preiswerter als Bienenwachs ist.

Enorme Absatzprobleme wegen Corona

Wie andere Branchen auch hatte der Kerzenproduzent aus dem Landkreis Passau heuer enorme Absatzprobleme. Im März und April seien die Geschäfte geschlossen gewesen und der Einzelhandel zum Erliegen gekommen. Auch die Kirche sei als wichtiger Kunde weggefallen: "Ostern konnte nicht stattfinden. Lange gab es keine Gottesdienste, bei denen Kerzen verbraucht werden. Da kann man sich vorstellen, dass viel Geschäft weggebrochen ist."

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Alexander Kopschitz, die Mitarbeiterin Marina Stapfer und Christian Kopschwitz vor roten Weihnachtskerzen

Hoffnung auf gute Geschäfte im Advent

Die Firmenchefs setzen ihre Hoffnung auf den Advent. Und darauf, dass die Menschen eine Kerze mit ihrem Licht und ihrer Wärme weiter wertschätzen. Kopschitz: "Eine Kerze zaubert ein Ambiente, das ein elektrisches Licht nie so machen kann. Und gerade in diesen unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass uns ein warmes Licht begleitet." Besonders gefragt sind in diesem Jahr blaue Kerzen, aber auch die Klassiker Gold und Silber sowie warme Töne wie Braun und Cognac. Auch beliebt: Duftkerzen.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Nachhaltigkeit und Umweltschutz werde immer wichtiger, betont Alexander Kopschitz. So seien zum Beispiel alle Rohstoffe garantiert frei von Palmölen, der gesamte Produktionsprozess laufe mit Öko-Strom.

Die Traditionsfirma Kopschitz, deren Ursprünge im Sudetenland liegen, gibt es seit über 200 Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich das Unternehmen in Rotthalmünster nieder. Hier und im Werk in Tschechien sind 130 MitarbeiterInnen beschäftigt. Kopschitz liefert Produkte in 27 Länder auf der ganzen Welt.

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