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Wegen Beleidigungen und Hasskommentaren im Internet hat eine Ermittlungsgruppe der Kripo Schwabach 196 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Nach Corona-Demo: 196 Ermittlungsverfahren wegen Hasskommentaren

Nach einer Corona-Demo in Lauf an der Pegnitz empörten sich zahlreiche Social-Media User in Hasskommentaren über die Polizei. Nun wurde gegen 196 von ihnen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Beleidigung oder Volksverhetzung.

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Von
  • Oliver Tubenauer

Wegen Beleidigungen und Hasskommentaren im Internet hat eine Ermittlungsgruppe der Kripo Schwabach 196 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Hintergrund ist eine Demonstration, die am 22. Januar in Lauf an der Pegnitz stattgefunden hatte.

Angriffe auf Polizei

Bei der Demo, die von Gegnern der Corona-Maßnahmen initiiert worden war, hatten Polizisten unter anderem das Attest einer Frau überprüft, die gegen die Maskenpflicht verstoßen hatte. Mehrere Menschen hatten sich mit der Frau solidarisiert und sogar Polizisten tätlich angegriffen. Dabei wurden drei Beamte verletzt.

13.000 Kommentare und Angriffs-Video

Ein Video des Vorfalls landete in sozialen Netzwerken. Dieses Video wurde rund 13.000 mal kommentiert – größtenteils mit einer deutlichen Tendenz gegen die Polizisten. In 196 Fällen sehen die Schwabacher Kripo-Beamten Straftatbestände erfüllt. In den meisten Fällen werden die Urheber der relevanten Kommentierungen wegen des Verdachts der Beleidigung zur Anzeige gebracht, teilt die Polizei mit.

Verdacht auf Volksverhetzung

In Einzelfällen hätten sich durch den Vergleich mit den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes oder der Abbildung von Hakenkreuzen auch Verdachtsmomente für Tatbestände wie Volksverhetzung oder der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ergeben, heißt es weiter. Die Ermittlungen erstrecken sich über das gesamte Bundesgebiet. Lediglich 36 der 196 Tatverdächtigen würden in Bayern leben und nur einer im Zuständigkeitsbereich der Kripo Schwabach.

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Nach einer Corona-Demo in Lauf an der Pegnitz empörten sich zahlreiche Social-Media User in Hasskommentaren über die Polizei. Nun wurde gegen 196 von ihnen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet - unter anderem wegen Beleidigung oder Volksverhetzung.

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