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Nach Brand in Memmelsdorf: Ankerzentrum als Notquartier? | BR24

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Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Memmelsdorf (Lkr. Bamberg)

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    Nach Brand in Memmelsdorf: Ankerzentrum als Notquartier?

    Die Menschen, die nach einem Brand in Memmelsdorf (Lkr. Bamberg) obdachlos sind, sollen ein Notquartier im Bamberger Ankerzentrum bekommen. Das fordern die Bürgermeister von Bamberg und Memmelsdorf. Im Ankerzentrum stehen derzeit Wohnungen leer.

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    Leerstehende Wohnungen im Bamberger Ankerzentrum sollen vorübergehend als Unterkunft für die Opfer eines Brandes in Memmelsdorf (Lkr. Bamberg) genutzt werden. Das fordern der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und der Memmelsdorfer Bürgermeister Gerd Schneider (parteilos).

    Mieter können nicht in Wohnungen in Memmelsdorf zurück

    78 Mieter eines Mehrfamilienhauses im Memmelsdorfer Ortsteil Lichteneiche seien nach dem Brand am 12. Februar obdachlos geworden, teilte die Stadt Bamberg mit. Die Wohnungen seien durch das Feuer so verrußt, dass die Bewohner nicht dorthin zurückkehren können. Nicht alle konnten bislang eine Unterkunft finden oder bei Verwandten unterkommen. Auch die Gemeinde konnte nicht genügend Unterkünfte zur Verfügung stellen. Vielen Menschen fehlt außerdem das nötige Geld.

    Leere Wohnungen im Bamberger Ankerzentrum

    Starke und Schneider haben sich deshalb mit einem gemeinsamen Vorschlag an den zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und an Oberfrankens Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz gewandt und bitten diese um Unterstützung. Das Ankerzentrum sei derzeit mit 1.389 Asylsuchenden belegt. Viele Wohnungen und ganze Wohnblocks würden leer stehen. Sie wären eine gute Möglichkeit für die Opfer des Brandes, ein Dach über dem Kopf zu bekommen, so Starke. Die Bürgermeister fordern die Regierung auf, schnell zu handeln.

    "Die Staatsregierung sollte mit einer menschlichen Geste Herz zeigen." Gerd Schneider, Bürgermeister von Memmelsdorf

    Spendenbereitschaft für Brandopfer ist groß

    Viele Bürger und Kirchengemeinden in der Region haben bereits Herz gezeigt und für die Brandopfer gespendet. Bambergs Oberbürgermeister Starke hat außerdem einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro für die Brandopfer übergeben. Das Geld stammt aus der Aktion "Gemeinsam helfen für Bamberg". Mit dem Geld kann die Gemeinde den Menschen unbürokratisch Zuschüsse für Matratzen oder Fahrtkosten bezahlen. Hoteliers und Besitzer von Ferienwohnungen haben Unterkünfte kostenlos zur Verfügung gestellt.

    Tatverdächtige nach Brandserie festgenommen

    Der Brand war laut Polizei in der Nacht auf den 13. Februar im Keller eines sechsstöckigen Hauses in Lichteneiche ausgebrochen. Mit einem Großaufgebot hatten die Einsatzkräfte das Feuer bekämpft. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Bewohner evakuiert werden. Am Montagabend kam es in der Nachbarschaft erneut zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus. Inzwischen hat die Polizei eine 77-jährige Tatverdächtige festgenommen.

    Sendung

    Regionalnachrichten Franken

    Autor
    • Markus Klingele
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