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Nach Brand in JVA: Bausback begutachtet Schäden | BR24

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Feuerwehr beim Kronacher Gefängnis

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    Nach Brand in JVA: Bausback begutachtet Schäden

    Nach einem Feuer im Kronacher Gefängnis in der vergangenen Woche hat sich der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) vor Ort über die Schäden informiert. Der Verdacht gegen einen Häftling hat sich mittlerweile erhärtet.

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    Bei seinem Besuch dankte Winfried Bausback allen Helfern und Mitarbeitern der JVA für ihren Einsatz. Zwar ist der Brand schon vor einer Woche passiert, in einzelnen Zellen liegen aber immer noch Schutthaufen. Das Feuer habe außerdem ein Loch in das Dach gebrannt, so Gefängnisleiter Ulrich Mann. Die 97 Häftlinge wurden in andere Haftanstalten in Franken verlegt. Derzeit arbeitet in Kronach nur noch die Verwaltung.

    Tatverdächtiger im Visier

    Zwei Justizvollzugsbeamte erlitten bei dem Brand leichte Verletzungen. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im niedrigen sechsstelligen Bereich. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von Brandstiftung aus. Laut Polizei hat sich der Tatverdacht gegen einen 27-jährigen Häftling erhärtet.

    Dolmetscher per Video

    Bausback informierte sich außerdem über eine neue Videokonferenzanlage für Dolmetscher, die seit ein paar Wochen im Kronacher Gefängnis in Betrieb ist. Über die Videoanlage können die Justizvollzugsbeamten bei Übersetzungsproblemen europaweit Dolmetscher kontaktieren. Bei männlichen Häftlingen liege der Ausländeranteil in den Gefängnissen in Bamberg und Kronach bei rund 60 Prozent.

    Leichtere Kommunikation

    Über das System lassen sich auch kurzfristig etwa Dolmetscher für afrikanische Dialekte ins Gefängnis zuschalten. Das erleichtere "gewaltig" die Kommunikation mit den Gefangenen, so Mann. Derzeit werde die Anlage in fünf bayerischen Haftanstalten getestet, anschließend könnte es bayernweit eingeführt werden.