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Nach BEV-Pleite: 250.000 Kunden warten auf 80 Mio. Euro | BR24

© BR/Herbert Ebner

Strommasten in Bayern

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    Nach BEV-Pleite: 250.000 Kunden warten auf 80 Mio. Euro

    250.000 Kunden des bayerischen Billigstromanbieters BEV hoffen nach dessen Pleite, ihr Geld wiederzubekommen. Insgesamt geht es nach Informationen des "Handelsblattes" um 80 Millionen Euro. BEV hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet.

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    Etwa 250.000 Kunden des bayerischen Stromdiscounters "Bayerische Energieversorgungsgesellschaft" (BEV) warten nach der Pleite des Billigstromanbieters im Januar auf fast 80 Millionen Euro. Das sagte der vorläufige BEV-Insolvenzverwalter Axel Bierbach dem "Handelsblatt".

    Bei dem Geld geht es um Guthaben und versprochene Bonusleistungen. Die Chancen, dass die Kunden ihr Geld wiederbekommen, schätzt der Rechtsanwalt als nicht sehr hoch ein: "Es sieht leider schlecht für die Kunden aus."

    200.000 Kündigungen im Dezember

    Im vergangenen Jahr habe BEV mit seinen billigen Tarifen immense Verluste gemacht, weil die Einkaufspreise für Strom gestiegen seien, so der Insolvenzverwalter. Als BEV daraufhin die Preise drastisch erhöhte, hätten im Dezember 200.000 Kunden gekündigt.

    Neben den Stromkunden sind unter den Gläubigern auch die Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, TransnetBW und 50 Hertz, sowie 800 Lokalnetzbetreiber, wie das "Handelsblatt" weiter berichtet. Wie hoch deren Forderungen ausfallen, könne zwar noch nicht gesagt werden, "aber auch hier gehen wir von mehreren Millionen aus", sagte Bierbach.

    BEV mit Postflut überfordert

    Die BEV ist derzeit nicht in der Lage, die eingegangenen Emails und Briefe der Kunden zu beantworten. Laut dem Insolvenzverwalter liegen im Posteingang 140.000 Schreiben. Die individuelle Bearbeitung würde ein jahr dauern. Deshalb würden jetzt die wichtigsten Fragen aus den Schreiben herausgefiltert und gebündelt auf der Insolvenz-Webseite der BEV beantwortet, so Axel Bierbach zum Handelsblatt. Auf dieser Webseite schlägt BEV auch konkret einen Wechsel zu einem seriösen Stromanbieter vor.