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Nach Betrugsvorwürfen: Geschäftsräume des ASB durchsucht | BR24

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Der ASB Bayern soll in den vergangenen Jahren zu Unrecht rund fünf Millionen Euro von den Krankenkassen abgerechnet haben. Nun haben Polizei und Staatsanwaltschaft Geschäfts- und Privaträume von Verantwortlichen des ASB durchsucht.

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Nach Betrugsvorwürfen: Geschäftsräume des ASB durchsucht

Im Zuge der Ermittlungen wegen falscher Abrechnungen des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) haben Polizei und Staatsanwaltschaft Geschäfts- und Privaträume von Verantwortlichen des ASB durchsucht. Es geht um Betrug in einem besonders schweren Fall.

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Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt gegen zwei Verantwortliche des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) wegen Betrug in einem besonders schweren Fall. Am Mittwoch (05.06.19) wurden die Geschäftsräume des ASB Landesverbands Erlangen, die Räume des Regionalverbands München sowie die Wohnungen der beiden Beschuldigten durchsucht, sagte der Stellvertretende Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Philip Engl, dem Bayerischen Rundfunk. Außerdem seien die Büros diverser Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchsucht worden. Nun müssten die Ergebnisse ausgewertet werden.

ASB Bayern verspricht Kooperation

Der ASB Bayern teilte mit, er werde an den bereits eingeleiteten Maßnahmen festhalten und die Vorwürfe von einer unabhängigen, "renommierten und spezialisierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" untersuchen lassen. Außerdem werde sich der ASB den Behörden gegenüber auch weiterhin kooperativ zeigen. Ziel sei eine transparente Aufarbeitung der erhobenen Vorwürfe.

Vorwurf: zu Unrecht fünf Millionen Euro abgerechnet

Anfang April waren Vorwürfe laut geworden, der ASB Bayern mit Sitz in Erlangen habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Ausgaben an die Krankenkassen gemeldet, die es gar nicht gegeben habe. Dadurch seien unrechtmäßig rund fünf Millionen Euro zu viel an den ASB-Landesverband ausbezahlt worden.