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Nach Angriff auf Lehrerin: Meidinger über Gewalt an Schulen | BR24

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Nachdem eine Lehrerin einer Weidener Schule von der Mutter eines Schülers angegriffen wurde, rät Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger im BR-Gespräch zu ruhigen Gesprächen. Er räumt die zunehmende Gewalt an bayerischen Schulen aber ein.

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Nach Angriff auf Lehrerin: Meidinger über Gewalt an Schulen

Nachdem eine Lehrerin einer Weidener Schule von der Mutter eines Schülers angegriffen wurde, rät Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger im BR-Gespräch zu ruhigen Gesprächen. Er räumt die zunehmende Gewalt an bayerischen Schulen aber ein.

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Nachdem in Weiden eine Mutter die Lehrerin ihres Sohnes zusammen mit einem Begleiter angegriffen und geohrfeigt hat, hat sich jetzt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger zu dem Vorfall geäußert. Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Meidinger:

"Gott sei Dank sind solche Vorfälle dramatische Einzelfälle und nicht der Regelfall. Eine Umfrage, die der Beamtenbund durchgeführt hat, ergab, dass jede 20. Lehrkraft Gewalt erlebt hat - insgesamt gesehen noch der absolute Ausnahmefall." Heinz-Peter Meidinger, Lehrerverbandspräsident

Gewalt nimmt an bayerischen Schulen zu

Es sei schwierig zu bewerten, ob die Gewalt gegen Lehrer in den letzten Jahren zugenommen hätte, so Meidinger. Jedes Bundesland erhebt eigene Zahlen. Generell würden Gewaltvorfälle an bayerischen Schulen zunehmen, es sei aber nicht erfasst welche Art von Gewalt. In den Zahlen sei natürlich auch Gewalt unter Schülern inbegriffen.

Ruhiges Gespräch mit Pädagogen suchen

Allen Eltern, die Probleme mit den Lehrern ihrer Kinder haben, rät Meidinger, das ruhige Gespräch mit den Pädagogen zu suchen: "Vielleicht sollte man schon ein Telefongespräch vorab führen, man sollte nicht total geladen zum Gespräch gehen", so Meidinger. Es gebe zudem auch Verbindungs- und Beratungslehrkräfte, mit denen man Kontakt aufnehmen sollte, wenn sich Probleme mit Fachlehrkräften ergeben.

Wenn die Differenzen unüberwindbar scheinen, sollte man die Schulleitung oder Vertrauenslehrer einschalten. Von Selbstverteidigungskursen für Lehrer hält der Präsident des Lehrerverbandes aber nichts.