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Nach A7-Brückeneinsturz: Prozess gegen drei Ingenieure anberaumt | BR24

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Vor mehr als drei Jahren stürzten Teile der Schraudenbach-Talbrücke im Landkreis Schweinfurt ein. Ein Arbeiter starb dabei. Die Brücke befand sich damals im Bau. Nun müssen sich drei Ingenieure vor Gericht verantworten.

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Nach A7-Brückeneinsturz: Prozess gegen drei Ingenieure anberaumt

Vor mehr als drei Jahren stürzten Teile einer Autobahnbrücke der A7 im Landkreis Schweinfurt ein. Ein Arbeiter starb dabei. Die Schraudenbach-Talbrücke befand sich damals im Bau. Ab 6. November müssen sich drei Ingenieure vor Gericht verantworten.

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Nach dem tödlichen Einsturz einer Autobahnbrücke bei Werneck im Landkreis Schweinfurt vor mehr als drei Jahren kommt es nun zum Prozess. Am 6. November beginnt in Schweinfurt die Hauptverhandlung gegen drei Ingenieure, wie ein Sprecher des Amtsgerichtes sagte.

Vorwurf: Fahrlässige Tötung

Die Männer seien wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt. Am 15. Juni 2016 waren Teile der im Bau befindlichen Schraudenbach-Talbrücke eingestürzt. Mehrere Bauarbeiter wurden bis zu 26 Meter in die Tiefe gerissen. Ein 38 Jahre alter Arbeiter, Vater von zwei Kindern, starb. 14 weitere Menschen wurden verletzt.

Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen

Das Unglück ereignete sich, als bei Betonierungsarbeiten für ein weiteres Brückensegment das nötige Traggerüst eingestürzt war. Ein Gutachten ergab im Anschluss, dass das Gerüst für die sogenannte Horizontalsteifigkeit nicht ausreichend stark ausgelegt war. Erst im Frühjahr 2017 wurden die Brückenbauarbeiten fortgesetzt. Sie befinden sich aktuell in den letzten Zügen.

Urteil im Februar erwartet

Für den Prozess, der nun im November beginnt, sind zunächst 13 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil könnte im Februar 2020 fallen.