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Nach 43 Jahren: Polizei gräbt nach vermisster Monika Frischholz | BR24

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Monika Frischholz: Als sie 1976 verschwand, war sie 12 Jahre alt. Jetzt sucht die Polizei in der Oberpfalz nach ihren sterblichen Überresten.

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Nach 43 Jahren: Polizei gräbt nach vermisster Monika Frischholz

Nach mehr als 40 Jahren steht ein rätselhafter Cold Case in der Oberpfalz möglicherweise vor der Aufklärung: Seit dem Morgen graben Polizisten in einem Wald bei Georgenberg nach den sterblichen Überresten der vermissten Monika Frischholz.

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Knapp 43 Jahre nach dem Verschwinden der damals zwölfjährigen Monika Frischholz aus Flossenbürg wird seit dem Morgen ein Waldstück bei Georgenberg durchsucht. Die Ermittler hoffen, hier sterbliche Überreste des Mädchens zu finden.

Die Suchaktion findet in einem Waldstück nahe der Ortschaft Waldkirch statt, wie ein Polizeisprecher dem BR bestätigte. Rund 20 Beamte sind mit schwerem Gerät vor Ort, für die Suchaktion sind auch einige Bäume gefällt worden.

Seit Dezember wird wieder ermittelt

Der Vermisstenfall ist seit mehr als vier Jahrzehnten ungeklärt. Erst Ende vergangenen Jahres nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen wieder auf. Damals waren neue Hinweise eingegangen. Die Kripo Weiden hat eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Froschau" gegründet, alte Akten gewälzt, Vernehmungen und Ermittlungsergebnisse durchforstet. Für weitere Hinweise hat das LKA eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Im Mai 1976 verschwand Monika

Monika Frischholz war zwölf Jahre alt, als sie sich am 25. Mai 1976 nach den Hausaufgaben am Nachmittag mit ihren Freundinnen trifft und spazieren geht. In der Froschau, ganz in der Nähe ihres Elternhauses, verabschiedet sie sich von ihren Freundinnen, geht vom Stieberweg in die Floßer Straße auswärts in Richtung Ortsbereich "Bahnhof", weil sie angeblich mit einem jungen Burschen verabredet war. Dann verliert sich ihre Spur.

Cold Case: Monika nie gefunden

Eine Leiche wurde nie gefunden. Die Polizei geht aber von Mord aus. Neue Zeugenhinweise bestärken offenbar diese These. Mittlerweile scheinen die Hinweise so konkret zu sein, dass seit heute morgen nach den sterblichen Überresten gesucht wird. Der Ort, an dem die Polizei angefangen hat zu graben, liegt weniger als fünf Kilometer von Monikas damaligem Wohnort entfernt.

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Polizeisprecher Florian Beck erklärt, warum die Polizei in Georgenberg mit Grabungen begonnen hat. Die Ermittler glauben, dass sie hier im Wald die sterblichen Überreste von Monika Frischholz finden.