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Das damals 12-jährige Mädchen Monika Frischholz ist vor 42 Jahren in Flossenbürg spurlos verschwunden. Neue Hinweise von Zeugen legen laut Polizei den Verdacht auf ein Tötungsdelikt nahe. Der "Cold Case" wird nochmals geprüft.

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Nach 42 Jahren: Kripo Weiden rollt Mordfall wieder auf

Das damals 12-jährige Mädchen Monika Frischholz ist vor 42 Jahren in Flossenbürg spurlos verschwunden. Neue Hinweise von Zeugen legen laut Polizei den Verdacht auf ein Tötungsdelikt nahe. Der "Cold Case" wird nochmals geprüft.

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Die Kripo Weiden rollt einen Mordfall wieder neu auf: vor 42 Jahren ist in Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) die damals 12-jährige Monika Frischholz verschwunden. Nun gibt es einen neuen Zeugenhinweis. Die Kripo Weiden geht von einem Mord aus und hat eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Froschau" gegründet. Mit einer Belohnung von 10.000 Euro versuchen die Ermittler, weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.

Letztes Lebenszeichen im Bereich "Froschau"

Die 12 Jahre alte Schülerin war am Nachmittag des 25. Mai 1976 im Bereich Stiberweg und Floßer Straße in Flossenbürg unterwegs, der ortsüblich in Flossenbürg als "Froschau" bezeichnet wird. Mehrere Zeugen hatten sie damals dort gesehen. Sie wollte sich mit einem jungen Burschen treffen, seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr. Auch eine Leiche wurde bislang nicht gefunden.

Profiler unterstützen Staatsanwaltschaft

Ein neuer Zeugenhinweis, der laut einem Polizeisprecher "relativ frisch" eingegangen sei, veranlasste die Kripo nun, alte Akten zu durchforsten. Der neue Hinweis lege den Verdacht auf ein Tötungsdelikt nahe, heißt es. In den Fall ist nun auch die operative Fallanalyse aus München eingebunden, also Profiler, die sich neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Techniken zu Sexualmorden bedienen. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft Weiden prüfen die Ermittler nun nochmals den sogenannten Cold Case und suchen weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung (Tel: 0961/401-291), vor allem von Zeitzeugen, die sich möglicherweise bislang noch nicht gemeldet haben. Jeder noch so kleine Hinweis sei hilfreich, so die Polizei.

10.000 Euro Belohnung für Hinweise

Die Polizei geht davon aus, dass die 12-jährige Schülerin nachmittags oder in den Abendstunden des 25. Mai 1976 noch in unmittelbarer Ortsnähe zu Flossenbürg auf ihren mutmaßlichen Mörder getroffen ist. Sie war 1,60 Meter groß, hatte eine mittelschlanke Figur, halblanges dunkelbraunes bis schwarzes Haar und hatte eine dunkelgrüne, lange Hose, einen gelben, kurzärmeligen Pullover und eine rot-schwarz gemusterte Strickweste an. Dazu trug sie braune Halbschuhe.

Das LKA in München hat 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die den Fall klären könnten. Sowohl 1976 nach der Tat, als auch zehn Jahre später (1986) wurden intensive Vernehmungen und Ermittlungen geführt, die den Fall aber nicht klären konnten.