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N2025-Ticker: Chemnitz sticht Nürnberg aus! | BR24

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Chemnitz wird es! Darauf hat die Jury sich geeinigt. Die Nürnberger sind natürlich bitterlich enttäuscht.

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N2025-Ticker: Chemnitz sticht Nürnberg aus!

Die Entscheidung ist gefallen: Chemnitz ist Kulturhauptstadt 2025. Nürnberg geht leer aus. Trotzdem sollen zentrale Projekte der Bewerbung weiterverfolgt werden. Hier finden Sie laufend Informationen.

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Chemnitz wird Europäische Kulturhauptstadt 2025, Nürnberg ist raus. Die Enttäuschung bei den unterlegenen Städten ist groß. Neben Nürnberg hatten sich auch Hannover, Hildesheim und Magdeburg Hoffnungen gemacht. Ein langer Bewerbungsprozess liegt hinter den Aspiranten, erschwert durch die Corona-Pandemie. Zentrale Projekte der Bewerbung sollen aber weitergeführt werden, sagte Oberbürgermeister Marcus König.

19.00: N2025-Ticker beendet

Danke, dass Sie bis hierhin mitgelesen haben. Der Live-Ticker zur Entscheidung, welche Stadt Kulturhauptstadt 2025 wird und die Reaktionen darauf ist hiermit beendet.

16.38 Uhr: Teile der freien Kulturszene froh über verlorenen Titel

Teile der freien Kulturszene sind froh darüber, dass Nürnberg nicht Kulturhauptstadt 2025 wird. Statt einer Bewerbung um einen Titel, der vor allem auf Image ausgelegt sei, solle die Stadt lieber kleine Kultur-Initiativen unterstützen und sichern, teilte das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum Projekt 31 mit. Die Stadt und das Bewerbungsbüro habe in den vergangenen Monaten den Eindruck erweckt, als werde die freie Szene nicht wertgeschätzt und im Bewerbungsprozess nicht mitgedacht. Nach dem verlorenen Titel zeige sich, ob es Nürnberg nur um Prestige gegangen sei oder ob der Stadt Kultur wirklich am Herzen liege, sagte Ina Konrad von Projekt 31. Sie rief die Stadt dazu auf, die freie Szene durch den Kauf von Immobilien zu unterstützen, wenn Projekte sonst in ihrer Existenz bedroht seien.

16.35 Uhr: Aiwanger: Nürnberg wäre hervorragende Wahl gewesen

Nach Meinung von Bayerns Wirtschafts- und Tourismusminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hätte Nürnberg den Titel verdient. "Nürnberg mit seiner herausragenden kulturellen Geschichte wäre eine hervorragende Wahl als Europäische Kulturhauptstadt 2025 gewesen. Von den Resten der mittelalterlichen Altstadt über das Germanische Nationalmuseum bis zum leider heuer abgesagten weltberühmten Christkindlesmarkt hat Nürnberg viel zu bieten“, so Aiwanger.

16.22 Uhr: MdB Hessel meint, Nürnberg muss sich jetzt neu erfinden

Enttäuschung auch bei der Nürnberger FDP-Abgeordneten Katja Hessel. Es sei schade, dass Nürnberg mit seinen zahlreichen kreativen Projekten nicht überzeugt habe. Hessel hofft aber, dass viele der guten Ideen dennoch weiterentwickelt und umgesetzt würden. "Nürnberg hat jetzt den Auftrag, den Weg weiterzugehen, sich neu zu erfinden und entsprechend des Leitmotivs "Past forward" auch unabhängig vom Kulturhauptstadttitel die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden."

16.07 Uhr: Nürnbergs Alt-OB Maly ist "ein bisschen beleidigt"

Nürnbergs Alt-Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) gratuliert Chemnitz, räumt aber ein, dass auch bei ihm die Enttäuschung groß ist. Mehrere Jahre habe Nürnberg in die Bewerbung investiert, "so dass man am Ende den Titel dann natürlich auch will". Jetzt müsse die Stadt überlegen, welche Projekte hinübergerettet werden könnten. "Wir machen nicht den Sargdeckel zu und gehen in den Dornröschenschlaf. Wir sind ein bisschen beleidigt und ein bisschen enttäuscht, aber auch da werden wir alle gemeinsam dran arbeiten, dass alle aus den seelischen Löchern wieder rauskommen, damit der Aufbruch, der jetzt losgegangen ist, uns auch erhalten bleibt", sagte Maly im Interview mit BR24.

15.40 Uhr: Nürnberger Linke fordert Rücktritt von Kulturbürgermeisterin Lehner

Die Nürnberger Linke gratuliert der Stadt Chemnitz zum Titel "Kulturhauptstadt 2025" und fordert zeitgleich den Rücktritt von Nürnbergs Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU). Von Anfang an sei die Partei gegen die Bewerbung von Nürnberg gewesen, teilt Stadtrat Titus Schüller mit. Die fünf Millionen Euro für die Bewerbung hätte man besser direkt in kulturelle Projekte investieren sollen. Da Julia Lehner für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt die Verantwortung trage, solle sie nun zurücktreten. Stadtrat Schüller forderte bereits im Sommer 2016, dass die Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidung um die Bewerbung eingebunden werden. In seinen Augen fiel diese über die Köpfe der Bevölkerung hinweg.

15.18 Uhr: Kunstminister Sibler sagt Nürnberg zwei Millionen Euro zu

Trotz der verlorenen Bewerbung bekommt Nürnberg zwei Millionen Euro vom Freistaat. Bayerns Kunstminister Bernd Sibler erklärte, dass sein Ministerium zudem prüfen werde, welche Projekte darüber hinaus finanziell unterstützt werden könnten. Einige Projekte will Nürnberg trotz der gescheiterten Bewerbung weiterführen, etwa die Umwandlung des NS-Kongresszentrums auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in einen Ort der Kunst und Kultur. Nach Meinung von Minister Sibler hat Nürnberg mit viel Herzblut und höchster Expertise um den Titel der Kulturhauptstadt 2025 gekämpft. Davon werde die Stadt trotz der verlorenen Bewerbung profitieren.

14.30 Uhr: Teilnahme war schon ein Gewinn, sagt Kulturbürgermeisterin Julia Lehner

Nürnbergs Kulturbürgermeisterin Julia Lehner (CSU) zeigt sich trotz der verlorenen Bewerbung optimistisch. Nürnberg sei bereits durch seine Teilnahme am Wettbewerb ein Sieger und die Projekte innerhalb der Bewerbung würden die Stadt für die kommenden Jahre prägen. Am Prozess der Bewerbung hätten sich tausende Nürnbergerinnen und Nürnberger mit großer Leidenschaft und Intensität beteiligt, so Lehner. Auch den Städten in der Metropolregion gebühre großer Dank.

14.04: Hans-Joachim Wagner: Nürnberg hat alles richtig gemacht

Hans-Joachim Wagner, der Leiter des Bewerbungsbüros für die Kulturhauptstadt 2025, kann im Moment keinen Fehler in der Bewerbung Nürnbergs erkennen. "Heute sage ich, wir haben alles richtig gemacht", so Wagner. Nürnberg habe ein herausragendes Bewerbungsbuch abgegeben, auch der digitale Stadtbesuch sei gut gelaufen. Allerdings stehe die Begründung der Jury noch aus. Nürnberg habe aber trotzdem gewonnen, weil die Bewerbung eine sehr große Aufbruchstimmung in Nürnberg und der Region entfacht habe. Darauf könne die Region aufbauen, so Wagner im Interview mit BR24.

13.50 Uhr: Bambergs OB Starke enttäuscht vom Ausscheiden

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke bedauerte im Interview mit BR24, dass Nürnberg nicht Kulturhauptstadt geworden ist. Die Städte der Region hätten viele Hoffnungen in diese Bewerbung gesteckt. "Nürnberg bleibt für uns aber die Kulturhauptstadt der Herzen". Das Positive sei, dass viele Ideen geboren worden seien und sich die Städte und Kommunen der Region vernetzt hätten. Dies müsse nun weitergeführt werden.

13.45 Uhr: Nürnberg will zentrale Projekte der Bewerbung weiterverfolgen

Obwohl Nürnberg nicht Kulturhauptstadt 2025 wird, will die Stadt die zentralen Projekte der Bewerbung weiterverfolgen. So soll etwa die NS-Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände zu einem Ort der Kunst und Kultur werden. In seiner ersten Reaktion sagte Oberbürgermeister Markus König, man habe eine Bewerbung eingereicht, auf die man stolz sein könne. "Jetzt werden wir all die Dinge, die wir als richtig, wichtig und zukunftsweisend identifiziert haben, anschauen. Vieles ist es sicher wert, weiterverfolgt zu werden."

13:27 Uhr: Chemnitz ist es!

Nürnberg zieht den Kürzeren! Sylvia Amann zieht den Sieger aus dem Kuvert – es ist Chemnitz und dort bricht unbändiger Jubel aus. Die Bilder zeigen, wie sehr sich alle auf dieses Event freuen. Herzlichen Glückwunsch! Und schade für Nürnberg – doch am Ende ist es so, dass der Prozess zählt und die Stadt hoffentlich viel dabei gelernt hat, was ihr und der Kulturszene in der Zukunft nützen kann.

13.25 Uhr: Sylvia Amann, Vorsitzende der Jury gibt Sieger bekannt

Sylvia Amann gibt aus Österreich das Votum der Jury bekannt. Sie dankt allen Teilnehmern für ihre Anstrengungen unter den schwierigen Bedingungen. Sie sagt, die Jury hat intensiv debattiert. Sie richtet sich an alle Teilnehmer und ermuntert alle dem internationalen Austausch ein Feld zu geben. Sie fordert europäische Kooperation.

13:20 Uhr: Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder

Es ist der Weg der Stadtentwicklung, nicht ein Ende - falls man heute nicht den Zuschlag als Kulturhauptstadt erhält, so Markus Hilgert, der die Bewerbungen und Prozesse intensiv begleitet hat. Ohne Menschen, so Hilgert, keine Kultur und ohne Kultur keine Gemeinschaft. Ihn hat am meisten bewegt, wie sich die Teams in den einzelnen Städten immer mehr gestärkt haben, während des Prozesses. Sehr beeindruckt hat ihn auch, dass sich alle auf das große Wagnis der digitalen Bewerbung eingelassen haben. Und er bewundert, wie alle diesen Wandel bewältigt haben. Nur durch diesen Einsatz konnte die Bewerbungsphase überhaupt in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen werden.

13.14 Uhr: Bernd Sibler, der bayerische Staatsminister

Sibler nennt Kultur "ein Lebensmittel für die Gesellschaft", was besonders durch Corona spürbar wird. Im 40. Jahr der Kulturhauptstädte wird wieder eine deutsche Stadt ernannt werden. Der Prozess, so Sibler, ist eine Möglichkeit Wege, die nun beschritten wurden, auch weiter zu verfolgen. Er nennt es eine große Umstellung, alles ins Digitale zu verschieben. Neue Formate mussten entwickelt werden. Allen ist dadurch auch sehr viel abverlangt worden und er sich sicher, dass sich die Anstrengung gelohnt hat. Da viele Ideen für eine Zukunft der Städte entwickelt wurden. Sibler dankt allen, die dabei sind und vor allem der Kulturstiftung der Länder.

13.08 Uhr: Jörg Wojahn, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

Er selbst kann nicht im Europäischen Haus, wo die Entscheidung fällt, sein, weil er auf ein Corona-Ergebnis wartet und ist deshalb nur zugeschaltet. Er erinnert daran, wie schwer es Künstler in Covid-Zeiten haben. Ihn erinnert die Bewerbungsphase an die Olympischen Spiele, für die allerdings immer weniger Austragungsorte gefunden werden – im Gegensatz zur Europäischen Kulturhauptstadt. Er erinnert daran, dass in Slowenien im Dezember bekannt gegeben wird, welche Stadt der slowenische Vertreter 2025 sein wird.

Ein Marathon, ein offenes faires Verfahren nennt er den Prozess. "Es gibt keine Verlierer, nur einen Gewinner." Für Wojahn ist der Prozess und alles, was erarbeitet wird, schon ein großer Gewinn für die Stadt.

13.00 Uhr: Berlin ist bereit

OB Marcus König ist positiv gestimmt, sagt er im Interview und nervös wie ein Flitzebogen. Nun kommen Liveschalten in die fünf Bewerberstädte: zunächst kommt Chemitz, dann Hannover, als nächstes Hildesheim mit Public Vieweing mit roten Regenschirmen. In Magdeburg gibt es ein Kulturfest bis in den Abend. Und als letztes wird nach Nürnberg geschaltet - wo sich Julia Lehner, Marcus König und der Leiter des Bewerbungsbüros aus dem Historischen Rathaussaals melden. Marcus König lädt alle ein - zuzuschauen.

12.58 Uhr: Wir sind live im Nürnberger Rathaussaal

Unsere Kollegin Julia Büchler meldet sich live aus dem Nürnberger Rathaus. Dazu gibt es Informationen über den Wert und die Geschichte des Europäischen Kulturhauptstadt. In Deutschland waren das bisher West-Berlin (1988), Weimar (1999) und Essen mit dem Ruhrgebiet (2010). Wird es nun Nürnberg als erste bayerische Stadt?

12.57 Uhr: Wir sind gespannt!

Mit dabei bei der Bekanntgabe der Kulturhauptstadt 2025: Staatsminister Bernd Sibler, Vorsitzender der Kulturministerkonferenz und Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, und Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland. Sie eröffnen die Veranstaltung. Die Entscheidung der europäischen Jury wird zum Abschluss von der Juryvorsitzenden Sylvia Amann bekanntgeben.

12.50 Uhr: In zehn Minuten geht's los!

Der Livestream läuft - in zehn Minuten geht es los. Als erstes wird aus Berlin in alle fünf Bewerberstädte geschalten: Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg – wir sind gespannt.

12.30 Uhr: Die Delegation der Nürnberger

Eine zehnköpfige Delegation hat die Stadt beim virtuellen Jury-Besuch und bei der gestrigen finalen Frage-Runde präsentiert. Sie sind aus der Politik, dem Bewerbungsbüro und unterschiedlichen Kulturszenen und Kultureinrichtungen Nürnbergs: Oberbürgermeister Marcus König (CSU), die 2. Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner, ehemalige Kulturreferentin, N2025 Bewerbungsbüro-Leiter Prof. Dr. Hajo Wagner, der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, die Filmemacherin und Künstlerin Ayşe Gülsüm Özel, die Stellvertretende Leiterin Iwalewahaus Bayreuth Dr. Katharina Fink, der Direktor Kunstverein Nürnberg - Albrecht Dürer Gesellschaft Milan Ther, die Künstlerin und Studentin Anusiya Albert sowie die beiden Mitarbeiter des N2025 Bewerbungsbüros Tanja Ehrlein und Nico Degenkolb.

12.15 Uhr: Regenbogenkunstwerk auf der Steintribüne

In der Nacht haben Nürnberger Künstler auf der Steintribüne am ehemaligen Reichsparteitagsgelände Fahnen in Regenbogenfarben aufgehängt. Auf Facebook machte das Bild die Runde. Peter Punz, Lehrbeauftragter bei der Akademie Faber-Castell, nannte es "das schönste und authentischste Kunstwerk" für die Bewerbung. Eine eigene Idee, "selbst gedacht und selbstgemacht" und "die perfekte Entweihung dieses Ortes". Gleichzeitig kritisierte er die Bewerbung als "persönliche Kärwa der Kulturbürgermeisterin". Wer hinter der Aktion steckt, war zunächst unbekannt. Die Künstlergruppe "Das Werk" hat sich dazu bekannt und will damit auch ein Zeichen gegen Homophobie und Fremdenhass setzen.

© BR/ Florian Deglmann

Kunstaktion an der Steintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgeklände zur Entscheidung zur Kulturhauptstadt.

12.00 Uhr: OB König zur Wichtigkeit der Entscheidung

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) misst der Entscheidung große Bedeutung bei. Im Interview im B5-Thema des Tages betonte er, wie wichtig Kultur ist: "Die Kultur ist die Grundlage, das Substrat unserer Gesellschaft. Kultur bringt zusammen, hält zusammen. Als Kulturhauptstadt wollen wir Hürden abbauen, denn viele kommen mit Kultur gar nicht mehr in Berührung. Und auch die (Menschen) wollen wir einladen." König ist davon überzeugt, dass nicht nur die ganze Stadt und Region profitieren würden, sondern jeder Einzelne, der dann zu Besuch käme. "Wir haben ja als Nürnberg eine unglaubliche Geschichte und die haben wir auch im ganzen Bewerbungsprozess versucht zu transformieren, dass wir sie mit den Künstlern und Kreativen , die nach Nürnberg kommen, weiterschreiben können." Und auch deshalb "werden die Nürnberger die besten Gastgeber", so König weiter.

11.30 Uhr: Corona durchkreuzt viele Pläne

Die steigenden Corona-Zahlen sorgen für einen vollen Terminkalender für Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König. Egal, wie die Entscheidung der Jury heute ausfällt, der OB muss im Anschluss in eine Krisensitzung der Stadt, um über neue Maßnahmen bezüglich der Pandemie zu beraten. Nürnberg hat seit heute die 100er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten.

10.10 Uhr: Die entscheidenden Kriterien

Die Kulturstiftung der Länder hat auf ihrer Webseite die Kriterien zusammengestellt, nach denen die Jury ihre Entscheidung trifft:

  • die Bewerbung soll zu einer langfristigen Kulturentwicklungsstrategie der Stadt ("Beitrag zur Langzeitstrategie") aufweisen,
  • die "Europäische Dimension" des geplanten Programms,
  • ob das Gesamtprogramm stimmig und
  • die künstlerische Qualität überzeugend ist ("Kulturelle und Künstlerische Inhalte"),
  • die "Umsetzungsfähigkeit" der Bewerberstadt,
  • die "Erreichung und Einbindung der Gesellschaft" und
  • ob die "Verwaltung" geeignete Strukturen zur Steuerung und Durchführung aufweist.

9.30 Uhr: Zwölfköpfige Jury entscheidet10.00 Uhr: Nach welchen Kriterien entscheidet die Jury?

Die Kulturstiftung der Länder hat zwölf europäische Jurorinnen und Juroren benannt, die aus den fünf im Wettbewerb verbliebenen deutschen Städten eine Stadt für den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" empfehlen werden. Sie alle gelten als "europäische Experten und Expertinnen: Sylvia Amann, Österreich; Cristina Farinha, Portugal; Paulina Florjanowicz, Polen; Beatriz Garcia, Spanien; Dessislava Gavrilova, Bulgarien; Barbara Mundel, Deutschland; Alin Nica, Rumänien; Prof. Dr. Dr. Ulrich Raulff, Deutschland; Pierre Sauvageot, Frankreich; Jiří Suchánek, Tschechische Republik; Agnieska Wlazel, Polen sowie Jelle Burggraaff, Niederlande.

Wie die Kulturstiftung mitteilt, setzt sich die unabhängige europäische Jury formal so zusammen: Je drei Mitgliedern werden durch die Europäische Kommission, den Europäischen Rat und das Europäische Parlament für je drei Jahre ernannt. Jeweils ein Jurymitglied wird durch den Europäischen Ausschuss der Regionen, durch die Kultusministerkonferenz und den Bund (die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Auswärtige Amt) berufen.

28. Oktober 2020: Um 13.00 Uhr fällt die Entscheidung

Würde Nürnberg Europäische Kulturhauptstadt werden, wäre neben europaweiter Aufmerksamkeit auch eine Millionenförderung für Kulturprojekte mit dem Titel verbunden. Nürnberg möchte das Image der Lebkuchen- und Bratwurst-Stadt ablegen und vor allem das kreative und künstlerische Potenzial abseits von Klischees zeigen und weiterentwickeln. Mehr als 60 Projekte sind ausgewählt worden, die die Vielfalt in Nürnberg widerspiegeln. Dabei möchte Nürnberg als Kulturhauptstadt unter dem Motto "Past Forward" die Vergangenheit mit der Zukunft verbinden.

27. Oktober 2020: Letzte Fragerunde mit den Juroren

Noch einmal hat sich die Stadt Nürnberg, wie auch alle anderen Bewerberstädte, mit ihren Highlights den Juroren in einer letzten Fragerunde präsentiert. Die zehnköpfige Delegation präsentierte sich dazu im Zollhof – Tech Incubator Nürnberg. Das Gebäude schlage entsprechend dem Motto "Past Forward" eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft, so die Bewerber-Crew. Im Jahr 1877 schuf der Unternehmer Johannes Zeltner in dem Gebäude die Basis für das allererste deutsche Patent. Heute sei das Gebäude die Heimat für junge Gründer und innovative Ideen. Auch diese finale Präsentation fand digital statt.

Nun bleibt nur noch das Warten auf die Entscheidung, denn die Jury wird sich nun ihre Meinung aus den unterschiedlichen Präsentationen bilden und letztendlich entscheiden.

23. Oktober 2020: Virtueller Stadtrundgang der Juroren

Am Freitag, den 23. Oktober, stellt sich Nürnberg in einem virtuellen Stadtrundgang der Jury. Wegen Corona konnte die Jury nicht persönlich durch die Stadt geführt werden. Der Leiter des Nürnberger Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner, sah darin eine Herausforderung, die aber alle Bewerber zu bewerkstelligen hatten. Als Vorteil empfand der Nürnberger Bewerbungs-Chef, dass sich durch die virtuelle Präsentation die gesamte Metropolregion, die die Bewerbung unterstützt, besser in ihrer Vielfalt darstellen konnte.

14. Oktober 2020: BR-Thema "N2025 – anders als gedacht"

Der Bayerische Rundfunk widmet der Nürnberger Bewerbung um die Kulturhauptstadt Europas einen Schwerpunkt im Programm. Am 14. Oktober stand N2025 im Mittelpunkt der Berichterstattung. Schließlich könnte das bedeutsame Kulturprojekt Europas erstmals nach Bayern kommen.

21. September 2020: Zweites Bewerbungsbuch abgegeben

Am 21. September 2020 gibt Nürnberg das zweite Bewerbungsbuch ab, mit dem sich die Stadt als Europäischen Kulturhauptstadt 2025 bewirbt. Für Andreas Kist, Pressesprecher des Bewerbungsbüros, ist dies ein wichtiger Meilenstein im Endspurt. Von dem 100-seitigen, DIN A4-formatigen Buch wurden 20 Exemplare bei der Kulturstiftung der Länder in Berlin eingereicht und an die zwölfköpfige europäische Jury verteilt. Der genaue Inhalt des in englischer Sprache verfassten Bewerbungsbuch ist digital für jeden einsehbar. Es ist eine Mischung aus Strukturanalyse und Machbarkeitsstudie, wie sich die Nürnberger mithilfe von Kunst und Kultur als weltoffene, pulsierende europäische Metropole präsentieren könnten.

31. Juli 2020 Metropolregion als Unterstützer und Teilnehmer

Bis zum 31. Juli konnten sich Städte und Gemeinden der Metropolregion dafür entscheiden, sich an der Bewerbung zu beteiligen. Insgesamt sind 42 Städte und Landkreise aus der Region dabei, die gemeinsame oder auch eigene Aktionen und Ideen in die Bewerbung mit eingebracht haben. Die Einbindung von Partnern aus der Region ist eines der zentralen Merkmale der Nürnberger Bewerbung. Nürnberg sei zwar die größte Stadt der Region, sagt Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU). "Aber wir brauchen unsere Nachbarn. Gemeinsam können wir das Projekt voranbringen und den Kulturraum stärken."

12. Dezember 2019: Nürnberg auf der Shortlist zur Kulturhauptstadt

Am 12. Dezember entscheidet die Wettbewerbsjury, dass Nürnberg im Rennen um die Kulturhauptstadt 2025 eine Runde weiter ist und damit auf die Shortlist der deutschen Bewerberstädte kam. Neben Nürnberg haben es Magdeburg, Chemnitz, Hildesheim und Hannover auf die deutsche Vorauswahl-Liste geschafft. Nicht mehr im Rennen um den begehrten Titel waren Dresden, Gera und Zittau.

30. September 2019: "BID Book 1" – das erste Bewerbungsbuch eingereicht

Ende September 2019 hat Nürnberg das erste Bewerbungsbuch um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 bei der Kulturstiftung der Länder in Berlin eingereicht. Wie die Stadt mitteilt, entstand das Bewerbungsbuch in einem intensiven Prozess, an dem viele Menschen mitgearbeitet haben: Bürgerinnen und Bürger, Künstler aus Nürnberg und der Europäischen Metropolregion, Vertreter von Initiativen, Vereinen und Organisationen in Nürnberg und der Region sowie Experten aus unterschiedlichsten Themenfeldern. Das Bewerbungsbuch sollte die aktuellen Diskussionen um die Zukunft Nürnbergs widerspiegeln und danach fragen, welche Rolle die Künste und die Kulturen dabei einnehmen.

23. Juli 2019: Bewerbung unter dem Motto "Past Forward"

Für die Bewerbung hat sich die Stadt Nürnberg für das Motto "Past Forward“, die Vergangenheit vor Augen und die Zukunft im Blick, entschieden. "Die Vergangenheit der Stadt nehmen wir als Anlass, die Fragen der Zukunft zu beantworten", sagt der damalige Nürnberger Oberbürgermeister, Ulrich Maly (SPD). Nürnberg veranschauliche in einzigartiger Weise Höhen, aber auch Tiefen der europäischen Geschichte. Das Logo der Kulturhauptstadtbewerbung "ist typographisch, modern gehalten, damit es auch 2025 noch ansprechend ist", so Maly.

31. Januar 2019: Zweiter "Open Call" N2025

Nach der erfolgreichen ersten Ausgabe des Projektwettbewerbs "N2025 Open Call" ruft das Bewerbungsbüro für die Kulturhauptstadt erneut dazu auf, sich zu beteiligen: Interessierte können dabei zum Beispiel soziale, künstlerische oder ökologische Projekte für die Bewerbungsphase auf der Online-Plattform einreichen.

1. Januar 2018: Hans-Joachim Wagner wird Leiter des Bewerbungsbüros

Der habilitierte Musikwissenschaftler Dr. Hans-Joachim Wagner leitet seit dem 1. Januar 2018 das Nürnberger Bewerbungsbüro für die Kulturhauptstadt. Bis zu dem Zeitpunkt ist er für den Fachbereich Musik und darstellende Künste bei der Kunststiftung NRW in Düsseldorf verantwortlich. Wagner sieht von Beginn an großes Potenzial in Nürnberg. Ihn reizt von Anfang an auch die besondere Rolle Nürnbergs in der deutschen und europäischen Geschichte sowie die Vielfalt der Stadtgesellschaft.

14. Dezember 2016: Stadtrat beschließt sich für die Kulturhauptstadt 2025 zu bewerben

Mit 60 zu 10 Stimmen beschließt der Stadtrat, sich auf den Bewerbungsmarathon der Kulturhauptstadt einzulassen. Treibende Kräfte für eine Bewerbung sind der damalige Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und die Kulturreferentin der Stadt, Julia Lehner (CSU). Nach dem Beschluss werben die beiden auf vielen Veranstaltungen für das Vorhaben, suchten Mitstreiter und entsprechende Ideen sowie ein stimmiges Konzept für Nürnberg als Stadt im Jahr 2025.

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