BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

N2025 - Die Macher der Bewerbung | BR24

© BR

Am 28. Oktober fällt die Entscheidung, ob Nürnberg 2025 Europäische Kulturhauptstadt wird. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Dreizehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Bewerbungsprozess für Nürnberg vorangetrieben.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

N2025 - Die Macher der Bewerbung

Nürnberg hat jetzt die Karten auf den Tisch gelegt mit dem zweiten Bewerbungsbuch, dem "BIDBOOK2". Es soll eine internationale Jury von der Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt 2025 überzeugen. Ein Meilenstein für die Macher der Bewerbung.

Per Mail sharen

Stadtentwicklung mit den Mitteln von Kunst und Kultur – das ist Sinn und Zeck von Kulturhauptstadt. Und wie das gehen soll, mit welchen Projekten, Finanzen oder Perspektiven, das steht alles in dem 100-seitigen Bewerbungsbuch.

Einblicke in die Seele der Stadt liefern

Es liefert somit Einblicke in die Seele der Stadt. Alle Ideen, Daten und Projekte dazu haben die dreizehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bewerbungsbüros in den letzten zweieinhalb Jahren gesammelt, organisiert und zusammen geschrieben. Das war ein echter Marathon für alle Beteiligten, von den Verwaltungsangestellten, über Projektmanager, Künstler, PR-Fachleuten bis hin zu Hans-Joachim Wagner, dem Leiter des Bewerbungsbüros.

Auf Ideen kommt es an

Es mussten Kontakte geknüpft werden – sowohl zu den Kulturschaffenden in der Region als auch zu den europäischen Partnern der vielen geplanten Kulturprojekte. Die etablierten Kulturbetriebe brauchten dafür nicht begeistert zu werden, die wussten um die Bedeutung des möglichen Titels. Für die Macher der Bewerbung waren die Nürnberger selbst der Knackpunkt.

"Wie kriegt man die Euphorie für einen Bewerbungsprozess für eine Kulturhauptstadt in die Stadt hinein getragen … – das war doch eine große Herausforderung." Hans-Joachim Wagner, Leiter des Bewerbungsbüros

Treffpunkte schaffen

Das Bewerbungsbüro hat dafür zum Beispiel verschiedenste Treffpunkte geschaffen, um mit den Nürnbergern und Nürnbergerinnen ins Gespräch zu kommen und um ihre Ideen, Wünsche und Träume für eine künftige Stadtkultur zu sammeln."Past Forward" ist das Motto: mit dem Blick auf Nürnbergs Geschichte – die Zukunft gestalten. Dieses Konzept hat die Jury schon mal überzeugt, denn im Dezember 2019 ist damit das Finale erreicht worden.

Dann kam Corona

Danach sollte die Bewerbung richtig durchstarten, dann aber kam Corona."Wir sind auch gefragt worden: 'Wo wart ihr die letzten Monate?' Wir konnten die großen Projekte, die wir für das Frühjahr und den Sommer 2020 in der Stadt geplant haben, nicht umsetzen", so der Bewerbungsleiter Hans Joachim Wagner.

Kleine Angebote statt Kulturevents

Kulturarbeit schien erstmal unmöglich - aber trotzdem ist es irgendwie gelungen, Angebote zu machen, um ins Gespräch zu kommen. Meist ganz unkompliziert, zum Beispiel einfach mit einem Tisch im Park und alten Fahrradschläuchen. Jeder der vorbeikommt kann kreativ werden, mit Anleitung einen schicken Nietengürtel daraus basteln und ganz nebenbei ins Gespräch kommen über individuelle Wünsche an eine lebenswerte Stadt.

Präsenz im Netz

Die Präsenz im Netz ist plötzlich nicht nur begleitende Öffentlichkeitsarbeit sondern steht Mittelpunkt des Bewerbungsprozesses: Mit Videos, Podcasts oder Plattformen, auf die Künstler ihre Beiträge hochladen können, versucht das Bewerbungsbüro den Prozess lebendig zu halten – trotz aller Einschränkungen.

Kulturelle Schlagkraft

Jetzt sind alle gespannt ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat und ob sich die 12-köpfige europäische Jury überzeugen lässt, von der kulturellen Schlagkraft Nürnbergs als Europäische Kutlurhauptstadt 2025. Jetzt muss noch der digitaler Jury-Besuch vorbereitet werden und am 28. Oktober 2020 so gegen Mittag wird verkündet, welche deutsche Stadt sich über den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2025" freuen kann.