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Mysteriöser Kornkreis am Ammersee aufgetaucht | BR24

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In Fischen am Ammersee hat ein Unbekannter einen Kornkreis in ein Weizenfeld gedrückt. Für den betroffenen Landwirt bedeutet das aber nicht nur Vergnügen, sondern auch Ärger.

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Mysteriöser Kornkreis am Ammersee aufgetaucht

Am Boden sieht man geknickte Getreidehalme, aus der Luft zeigt sich ein spektakuläres Bild: Am Ammersee ist ein Kornkreis aufgetaucht. Niemand weiß, wie das Muster entstand – doch viele Besucher sind sich sicher: Menschen haben es nicht erschaffen.

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Ein perfektes geometrisches Muster mit riesigem Durchmesser mitten in einem Weizenfeld: Dieses spektakuläre Bild zeigt sich derzeit zwischen Fischen und Dießen am südlichen Ammersee. Woher das Muster kommt, weiß niemand. Doch viele Besucher vermuten übersinnliche Kräfte am Werk.

Ein überirdisches Phänomen?

Erwin Mischkin aus Herrsching war als einer der ersten im Kornkreis, sagt er – seit Sonntag jeden Tag, um "die Energie des Kornkreises zu spüren". Seit 2007 sei das nun schon der fünfte Kornkreis in der Gegend. Er sei weder von Menschen noch von Maschinen erschaffen, da ist sich der 60-Jährige sicher: "Das sind Energiephänomene gewesen!"

Besucher kommen von weit her

Seit der Kornkreis am Sonntag entdeckt wurde, strömen die Besucher auf das Feld; nicht nur aus der Umgebung, sondern reisen bis aus Ingolstadt an und sogar aus der Schweiz. Sie meditieren, messen Energieströme mit dem Pendel oder laufen mit der Wünschelrute durch die Gänge; sie berichten von Energieflüssen und davon, dass ihr Tinnitus nun auf einer anderen Frequenz laufe. Höhere Mächte, Intelligenzen aus anderen Dimensionen hätten dieses Kunstwerk erschaffen, da sind sich viele Besucher sicher.

Großer Schaden für den Landwirt

Sicher ist für Georg Steingruber nur eins: Er steht vor einem riesigen Schaden. Steingruber ist Landwirt, er hat das Feld gepachtet und wollte eigentlich bald den Weizen ernten. Am Sonntagabend sei er von einem Kollegen auf den Kornkreis aufmerksam gemacht worden; der habe ihn auf einer Luftaufnahme entdeckt, die die Bauern von ihren Feldern machen, um Wildschäden zu entdecken. Zuerst glaubte Steingruber, der Kollege mache einen Scherz. Doch er stellte noch am Abend fest: Das Muster war echt.

Corona-Regeln gelten auch im Kornkreis

Doch der Landwirt ist pragmatisch. Er lässt die Besucher auf sein Feld – der Schaden ist nun einmal schon entstanden. Mit Absperrband versucht er allerdings, den Rest seines Weizenfeldes zu retten. Das Landratsamt ist bereits auf ihn aufmerksam geworden, denn nach wie vor gilt das Abstandsgebot, auch in Kornkreisen.

Der Landwirt hat Verständnis

Georg Steingruber muss mit dem Schaden leben und mit der Frage, wie wohl das Muster in sein Weizenfeld geraten ist. Aber er hat Verständnis für die Besucher. "Ich war nicht dabei, wie der Kornkreis gemacht worden ist, geschweige denn, dass ich ihn selber gemacht habe. Aber wer auch immer das weiß, der hat ein wunderschönes Muster gemacht." Er wolle keine Einladung aussprechen und sei auch kein Veranstalter, aber "ich möchte es den Menschen nicht verwehren, dass sie das anschauen dürfen. Und wenn jetzt einer meint, er hat Schwingungen, dann soll er sich freuen an seiner Schwingung." Als kleinen Ausgleich für den entstandenen Schaden hat er auf dem Weg zum Kornkreis eine Spendenkasse aufgestellt.

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