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Staub, Schnur, Zettel - mysteriöse Truhe ist beinahe leer | BR24

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Sie war einfach nicht zu öffnen und beschädigen wollte man sie auch nicht: diese etwa 200 Jahre alte Truhe aus einem Weingut in Mainfranken. Aufschluss über den Inhalt brachte erste der medizinische Blick durchs Schlüsselloch.

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Staub, Schnur, Zettel - mysteriöse Truhe ist beinahe leer

Ein Stückchen Schnur, ein Fetzen Papier – und ganz viel Staub. Mehr war nicht drin in der mysteriösen alten Truhe, die im Würzburger Juliusspital gefunden wurde.

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Der Inhalt der geheimnisvollen Kiste ist gelüftet. Die Verantwortlichen im Würzburger Juliusspital allerdings hat er nicht glücklich gemacht. Am Mittwoch Nachmittag ist der Kiste ein Internist des Juliusspital-Krankenhauses mit einem Endoskop, also einer Art Mini-Kamera, nahe gerückt. Dr. Wolfgang Scheppach, Chefarzt der Medizinischen Klinik, führte ein Endoskop wie es auch zur Spiegelung von Magen, Darm oder Gallenblasenwegen benutzt wird, in eine winzige Öffnung am Deckel der Eisentruhe ein.

Spannung löst sich in Heiterkeit

Gebannt verfolgten nicht nur die Verantwortlichen von Stiftung und Weingut, was aus dem Inneren der Kiste im Untersuchungszimmer auf Monitoren zu sehen war, sondern auch mehr als zwei Dutzend Journalisten. Heiterkeit löste bei den Beobachtern aus, dass sich am Ende weder Münzen, Gold, Dokumente oder alte Bocksbeutel in der Kiste erblicken ließen, sondern nur ein Papierfragment. Deutlich war darauf in alter Schrift der Aufdruck "Kostenrechnung" zu lesen und darunter noch fragmentarisch das Wort "Verpflegung".

© BR / Thorsten Heitmann

Nur dieser Zettel mit dem Fragment "rpflegung" ist in der Kiste

Fazit der Endoskopischen Untersuchung: außer Spesen nichts gewesen. "Ich bin frustriert" bekannte Weingutsleiter Horst Kolesch. Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth, Leiter der Krankenhaus, Altenheim, Weingut und landwirtschaftliche Betriebe umfassenden Stiftung nahm es gelassener.

"Für mich ist das Rätselraten um die Schatztruhe ein weiterer faszinierender Baustein in der langen Geschichte der Stiftung" Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth nimmt die Pleite gelassen

Kiste im Keller aufgetaucht

Aufgetaucht war die Kiste im Keller des bekannten Würzburger Weinguts – der passende Schlüssel fehlte allerdings. Möglicherweise könnte es sich um eine 250 Jahre alte Kriegskasse handeln, so die Vermutung. Weingutsleiter Horst Kolesch hatte die Mediziner der altehrwürdigen Stiftung um Hilfe gebeten, nachdem bislang alle Versuche gescheitert waren, dem Geheimnis einer eisernen Kiste auf den Grund zu kommen. Die Hoffnung auf einen passenden Schatz erfüllte sich allerdings nicht.