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Ein tätowierter Polizeianwärter wehrt sich am Verwaltungsgericht München gegen seine Ablehnung. (Symbolbild)

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    Mutmaßliches Nazi-Tattoo: Polizeianwärter klagt gegen Ablehnung

    Am Verwaltungsgericht München wehrt sich ein Polizeianwärter dagegen, wegen seiner Tätowierung abgelehnt worden zu sein. Das Motiv auf dem Rücken des Mannes gilt als mutmaßliches Nazi-Tattoo.

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    • BR24 Redaktion

    In Frakturschrift steht "Blaue Augen Blaues Blut" auf dem Rücken des Klägers. Die Tätowierung reicht von einer Schulter zur anderen und in der Mitte befindet sich zwischen dem Text ein Eisernes Kreuz.

    Polizei: Keine klare Distanzierung von rassistischer Ideologie

    Die Tätowierung stehe nach Ansicht der Polizei nicht in Einklang mit den Grundsätzen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, da ihr eine nationalsozialistische Botschaft zukomme. Aus diesem Grund wurde der Mann nicht zum Polizeidienst zugelassen. Die Bereitschaftspolizei begründete ihre Absage damit, die Tätowierung erwecke "nicht nur einen martialischen Eindruck, sondern drängt dem objektiven Beobachter die Vermutung auf, dass der Bewerber sich mit der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus identifiziert beziehungsweise sich zumindest nicht erkennbar von dieser eindeutig distanziert." Dieser Verdacht werde dadurch erhärtet, dass der Schriftzug in altdeutscher Schrift tätowiert ist, teilte die Polizei mit.

    Dagegen klagt der Mann, ein Zeitsoldat, nun. Das Verwaltungsgericht München befasst sich heute mit dem Fall.

    Anderer Polizist scheiterte mit "Aloha"-Tattoo vor Gericht

    Vor einigen Monaten erst befasste sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit der Frage, ob ein bayerischer Polizist sichtbar tätowiert sein darf. Der Mann war vor Gericht gescheitert. Damals ging es allerdings um ein wesentlich harmloseres Motiv: den hawaiianischen Gruß "Aloha".

    Künftige Beamte sollen überprüft werden

    Nach den Rechtsextremismus-Skandalen in jüngster Zeit bei der Polizei in Deutschland hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Oktober angekündigt, künftige Beamte auf ihre Verfassungstreue zu überprüfen. Das soll aber erst ab kommenden Jahr gelten und spielt im vorliegenden Fall aus dem Jahr 2018 noch keine Rolle.

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