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Mutmaßlicher Doppelmord von Schwandorf vor Aufklärung | BR24

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Eine Videokamera hat laut Polizei die Schwandorfer Bluttat am vergangenen Samstag aufgezeichnet. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass der gestern in Tschechien festgenommene 57-Jährige dringend tatverdächtig ist.

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Mutmaßlicher Doppelmord von Schwandorf vor Aufklärung

Eine installierte Videokamera hat laut Polizei die Schwandorfer Bluttat am vergangenen Samstag aufgezeichnet. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass der gestern in Tschechien festgenommene 57-Jährige dringend tatverdächtig ist.

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Die mögliche Tatwaffe hatte er nicht mehr dabei. Dennoch geht die Polizei davon aus, dass der gestern in Tschechien festgenommene Mann der mutmaßliche Mörder eines Paares aus Schwandorf ist.

Installierte Videokamera lief während der Tat

Denn am Tatort, dem Wohnhaus der beiden, habe eine fest installierte Videokamera das Tatgeschehen aufgezeichnet, sagte ein Polizeisprecher dem BR. Dies habe schnell auf die Spur des früheren Lebensgefährten der 57-Jährigen geführt.

Die Frau und ihr 69-jähriger neuer Partner waren am vergangenen Samstag in Schwandorf erstochen aufgefunden worden - in ihrem Haus im Ortsteil Büchelkühn.

80-Kilometer-Flucht mit Fahrrad

Der dringend tatverdächtige Mann war dann mit einem Damenfahrrad 80 Kilometer durch die Oberpfalz nach Tschechien geflohen. Erst im Mai war der 57-Jährige aus dem Gefängnis entlassen worden. Weil er danach seine Ex-Freundin bedroht hatte, war gegen ihn ein Kontaktverbot verhängt worden. Zudem hatte die Polizei ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung eingeleitet.

Polizei sah keine unmittelbare Gefahr

Noch Stunden vor der Tat war die Polizei vor Ort, da die Frau gemeldet hatte, dass ihr Ex-Freund in der Nähe sei. Doch die Beamten konnten ihn nicht finden. Man sei längere Zeit präsent gewesen, sagte der Polizeisprecher. Doch die Bedrohungslage habe eine "Rund um die Uhr Bewachung" nicht gerechtfertigt.

Der Tatverdächtige soll am Freitag dem Haftrichter im tschechischen Pilsen vorgeführt werden. Wann er nach Deutschland ausgeliefert werden kann, ist noch offen.

© Polizei Tschechische Republik

Dieses Fahrrad hatte der mutmaßliche Täter dabei, als er in Tschechien gefasst wurde.

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