Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Mutmaßlicher Crystal Meth-Hersteller in Bamberg vor Gericht | BR24

© BR/rbb

Droge Crystal Meth (Symbolbild)

2
Per Mail sharen
Teilen

    Mutmaßlicher Crystal Meth-Hersteller in Bamberg vor Gericht

    Er soll die Droge Crystal Meth hergestellt haben: Heute startet der Prozess in Bamberg gegen einen 29-Jährigen aus dem Landkreis Haßberge. Auch sein 17 Monate alter Sohn, so ein Vorwurf der Anklage, hatte Zugang zur Droge.

    2
    Per Mail sharen
    Teilen

    Ein Mann aus Ebern im Landkreis Haßberge muss sich wegen Drogenhandels und Körperverletzung seines kleinen Sohnes vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Der 29 Jahre alte Angeklagte soll in seinem Wohnanwesen in Ebern ein Labor zur Herstellung von Crystal betrieben haben. Außerdem werfen ihm die Ermittler vor, sei er schuld daran, dass sein Sohn ein lebensbedrohliche Dosis Crystal zu sich nehmen konnte.

    Herstellung und Handel mit Crystal Meth

    Zwischen September und Dezember 2018, so der Vorwurf, habe der 29-Jährige mindestens 26,4 Gramm Crystal hergestellt und dann in Teilmengen im Raum Ebern, Kronach und Selb weiterverkauft. Laut Anklage ließ er im September 2018 seinen kleinen Sohn, damals ein Jahr und fünf Monate alt, unbeaufsichtigt im Wohnzimmer. Das Kind sei kurze Zeit allein gewesen - mit einem frei zugänglichen Tütchen Crystal. In dieser Zeit soll das Kind das Tütchen aufgerissen und 0,2 Gramm Crystal gegessen haben. Insgesamt hätten sich in dem Tütchen fünf Gramm befunden.

    Angeklagter verschweigt Crystal zunächst

    Dem Angeklagten, heißt es, sei die akute Gefahr für Leib und Leben des Kindes bewusst gewesen. Er habe das Kind aber erst etwa eine Stunde später in das Eberner Krankenhaus gebracht. Dort hätte er den Ärzten gesagt, dass das Kind Spülmittel zu sich genommen habe. Erst während der ärztlichen Untersuchung habe er auf Verdacht der Ärzte eingeräumt, dass das Kind Crystal gegessen haben könnte.

    Kind erleidet Krampfanfall

    Das Kind musste mit einem Notarztwagen vom Krankenhaus in Ebern in eine Kinderklinik nach Coburg gebracht werden. Auf dem Weg dorthin erlitt der Junge einen Krampfanfall. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus: Wäre der Rettungsdienst sofort alarmiert worden, hätte sich der Gesundheitszustand wahrscheinlich nicht weiter verschlechtert. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt.