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Mutmaßlicher Betrüger in Spanien festgenommen | BR24

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Mutmaßlicher Betrüger in Spanien festgenommen

Er soll mit mehr als 20 Fake-Shops im Internet viele Kunden betrogen und 350.000 Euro Schaden angerichtet haben: Nun ging der 34-Jährige Fahndern in Spanien ins Netz. Auf seine Spur kamen ihm Ermittler aus Ansbach und Bamberg.

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Wie die Polizei mitteilt, wurde der 34-Jährige inzwischen von den spanischen Behörden nach Deutschland ausgeliefert. Er steht im Verdacht, in weit über 1.000 Fällen in sogenannten Fake-Shops im Internet Elektroartikel verkauft zu haben. Dabei soll der in München geborene Mann den Kaufpreis per Vorkasse kassiert haben, ohne die versprochene Ware zu liefern. Der entstandene Schaden beläuft sich nach derzeitigem Ermittlungsstand auf rund 350.000 EUR.

Die betrügerischen Shop-Angebote waren an Professionalität kaum zu überbieten, so die Polizei weiter. Die Shops wechselten regelmäßig die Domains, unter denen sie im Internet erreichbar waren. Bilder und Artikelbeschreibungen soll sich der Beschuldigte von den Seiten seriöser Online-Händler kopiert haben. Die Web-Shops waren über alle gängigen Internetanbieter und Preissuchmaschinen für den deutschsprachigen Raum beworben worden. Gelegentlich auch über ganzseitige Zeitungsannouncen.

Die Kriminalpolizei Ansbach und Staatsanwälte der Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg gehen momentan von mehr als 20 Fake-Shops aus, für die der 34-Jährige verantwortlich sein soll. Dem Beschuldigten droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Die fränkischen Ermittler waren auf den Fall aufmerksam geworden, weil im ersten Fake-Shop Ansbach als Firmensitz im Impressum angegeben war.