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Geständnisse der Serien-Brandstifter im Landkreis Landsberg | BR24

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Zwei junge Männer sollen im Raum Landsberg im letzten Winter landwirtschaftliche Gebäude in Brand gesetzt haben, Scheunen, Heuballen, Holzstapel, Mülltonnen, Gesamtschaden eine Million Euro. Heute hat in Augsburg der Prozess gegen die zwei begonnen.

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Geständnisse der Serien-Brandstifter im Landkreis Landsberg

Zwei junge Männer sollen im Raum Landsberg im vergangenen Winter landwirtschaftliche Gebäude in Brand gesetzt haben, Scheunen, Heuballen, Holzstapel, Mülltonnen – Gesamtschaden eine Million Euro. Am ersten Prozesstag gab es Geständnisse.

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Von
  • Florian Regensburger

Am Landgericht Augsburg hat am Mittwochvormittag der Prozess gegen zwei Männer begonnen, die im letzten Winter mehrere landwirtschaftliche Gebäude im Raum Landsberg in Brand gesetzt haben sollen. Den 25 und 26 Jahre alten Angeklagten wird vorgeworfen, in insgesamt zwölf Fällen Scheunen, Heuballen, Holzstapel sowie Mülltonnen und -container angezündet oder dies versucht zu haben. Der 25-jährige Haupttäter hat laut einem Gerichtssprecher alle Taten gestanden. Der 26-jährige Mittäter hat demnach die Beteiligung an insgesamt sechs Taten zugegeben.

Gesamtschaden von einer Million Euro

Die Fahndungen der 14-köpfigen Polizei-Ermittlungsgruppe "Feldscheune" hatte zur Ergreifung der beiden Männer geführt. Die Anklage der Staatsanwaltschaft Augsburg lautet auf gemeinschaftliche Brandstiftung in neun Fällen, außerdem auf versuchte gemeinschaftliche Brandstiftung in einem Fall sowie auf gemeinschaftliche Sachbeschädigung in zwei weiteren Fällen. Der Gesamtschaden beläuft sich demnach auf rund eine Million Euro.

Geringere Freiheitsstrafe möglich

Nach einer Absprache könnte der ursprünglich mit fünf Verhandlungstagen angesetzte Prozess bereits am zweiten Verhandlungstag, dem 25. Januar, enden. Man habe sich mit der Seite der Angeklagten auf einen Strafrahmen von drei Jahren und zehn Monaten bis hin zu vier Jahren und sechs Monaten für den Haupttäter, sowie von zwei Jahren bis zu zwei Jahren und acht Monaten für den Mittäter geeinigt, heißt es vom Gericht. Strafmildernd würde sich dabei auswirken, dass die Angeklagten sich von Anfang an geständig zeigten und zur Aufklärung der Taten beigetragen hätten. Das Strafgesetzbuch sieht für Brandstiftung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vor. Die beiden Angeklagten befinden sich bereits seit Mitte Januar 2020 in Untersuchungshaft.

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