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Mutmaßlich vergiftete Greifvögel in Straubing gefunden | BR24

© pa/imageBROKER/Heinz Hudelist

Ein Mäusebussard im Anflug

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Mutmaßlich vergiftete Greifvögel in Straubing gefunden

Zwei tot aufgefundene Mäusebussarde in Straubing könnten Opfer von Giftködern geworden sein. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) warnen im Bereich Ittling vor Gefahren auch für Kinder und Hunde.

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Von
  • Kathrin Unverdorben
  • BR24 Redaktion
  • Sarah Beham

In Ittling, einem Ortsteil von Straubing, sind am Sonntagnachmittag zwei mutmaßlich vergiftete Mäusebussarde gefunden worden. Das teilten der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) in einer gemeinsamen Pressemeldung mit. Nun werden auch Eltern und Hundehalter vor den Gefahren gewarnt.

Vergiftung von Vögeln ist strafbar

Die Umweltverbände gehen von einer gezielten Vergiftung der Greifvögel aus. Da die Tötung geschützter Vogelarten wie Mäusebussarde eine Straftat darstellt, hat die LBV-Kreisgruppe Straubing Strafanzeige gestellt. Die Polizei Straubing hat die Kadaver und den Köder sichergestellt und Ermittlungen eingeleitet, heißt es.

"Die Auffindesituation der zwei Greifvögel neben einem Fleischbrocken und insbesondere die völlig verkrampften Füße der Vögel legen nahe, dass Gift eingesetzt wurde." Landesbund für Vogelschutz

Warnung: Tote Vögel nicht anfassen

Der Landesfachbeauftragte Naturschutz des LBV, Andreas von Lindeiner, warnt, dass Giftköder auch für Kinder und Hunde eine Gefahr darstellen. Entsprechende Köder würden teilweise bereits bei Hautkontakt wirken. Tote Vögel sollten deshalb bei einem Spaziergang keinesfalls angefasst, Hunde im Bereich Ittling angeleint werden.

Tierschützer wollen Aufklärung

Die Aufklärung der mutmaßlichen Vergiftungen liegt den Tierschützern sehr am Herzen: "Wir werden nicht weiter zusehen, wie langjährige Schutzbemühungen um bedrohte, einheimische Tierarten durch illegale Tötung mit qualvollen Methoden - wie Vergiftung - zunichte gemacht werden und dafür sorgen, dass solche Straftaten in Bayern künftig strikter verfolgt werden", wird Franziska Baur, die GLUS-Fachreferentin für Naturschutz, zitiert. Wer bezüglich der toten Mäusebussarde Beobachtungen gemacht hat, soll sich bei der Polizei melden. Die Umweltverbände hoffen auf Spaziergänger, die zur Aufklärung des Falls beitragen können.

© BR

Der Bestand der Mäusebussarde gilt zwar nicht als gefährdet, die Vögel zählen aber zu den streng geschützten Arten. Vor einigen Tagen wurden zwei Exemplare tot aufgefunden - vermutlich Opfer von Giftködern...

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