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Museum für Jugendliche: packende Geschichten am Handy | BR24

© BR/Alexander Brutscher

Eine neue App sorgt in Augsburg dafür, dass Museumsbesuche für Jugendliche deutlich interessanter werden. Die Nutzer der App werden von ihrem Handy durch das Museum geführt. Auch Blinde könnten künftig von der neuen App profitieren.

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Museum für Jugendliche: packende Geschichten am Handy

Eine neue App sorgt in Augsburg dafür, dass Museumsbesuche für Jugendliche deutlich interessanter werden. Die Nutzer der App werden von ihrem Handy durch das Museum geführt. Auch Blinde könnten künftig von der neuen App profitieren.

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"Auf der Spur des Sklaven Perico", so heißt ein Geschichtsspiel, das via Smartphone wie eine Rallye durch das Museum führt. Möglich macht das die "fabulApp", ein Baukasten für digitales Storytelling, den die Landesstelle für die nichtstaatliche Museen in Bayern initiiert hat. Damit lassen sich zum Beispiel Museums-Apps umsetzen. Genau das hat das Fugger und Welser Erlebnismuseum in Augsburg als eines der ersten Häuser in Bayern gemacht.

Museumsbesuch mit der dramatischen Geschichte eines Sklaven

In dem Geschichtsspiel nimmt der 15-jährige Perico "die Spielerinnen und Spieler mit auf eine Reise durch seine bewegende, echte Geschichte". So beschreibt es das Museum. Alles beginnt demnach im Jahr 1536, als sein Schicksal eine neue, gefährliche Wendung nimmt. Wer wissen will, was mit ihm passiert, muss knifflige Fragen und Knobeleien lösen und im Museum nach Infos und Codes suchen. Die liefern über die App dann Hinweise, wie die Geschichte weitergeht. Besucher können sich das Spiel kostenlos herunterladen.

Mit der "fabulApp" Jugendliche fürs Museum begeistern

Eine eigene App programmieren, diese regelmäßig warten und Lizenzgebühren zahlen, das hätte sich das Museum nach eigenen Angaben alleine nicht leisten können. Mit solchen digitalen Anwendungen will es neue Zielgruppen erreichen, die man sonst nicht so leicht ins Museum bekommt. Die Jugendlichen müsse man eben dort abholen, wo sie sind - am Smartphone.

Die "Museums-App" bietet viele Möglichkeiten

Mit dem kostenlosen Baukasten "fabulApp" lassen sich aber nicht nur Apps programmieren, sondern z.B. auch Audioguides und Anwendungen für das E-Learning. Auch Barrierefreiheit spiele eine große Rolle. Blinde könnten sich in Zukunft zum Beispiel Texttafeln digital vorlesen lassen. So entstehe ein niederschwelliger Zugang für alle.

Eine App für mehr als 1.000 Museen

Als Service-Einrichtung des Freistaats Bayern berät die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen die mehr als 1.200 Museen Bayerns, die sich nicht in alleiniger staatlicher Trägerschaft befinden, in allen Bereichen der Museumsarbeit. Sie ist dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zugeordnet. Die Landesstelle hat den "App-Baukasten" initiiert. Er wird den Museen mit Unterstützung und finanzieller Förderung durch die Bayerische Sparkassenstiftung angeboten.