BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Murenabgang in Bolsterlang: Ein Jahr danach | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Erst Starkregen, dann ein Hangrutsch: Vor einem Jahr ging an der Hörnerbahn in Bolsterlang direkt unterhalb einer Seilbahnstütze eine Mure ab. Die Betreiber der Seilbahn kämpfen immer noch mit den Folgen.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Murenabgang in Bolsterlang: Ein Jahr danach

Erst Starkregen, dann ein Hangrutsch: Vor einem Jahr ging an der Hörnerbahn in Bolsterlang direkt unterhalb einer Seilbahnstütze eine Mure ab. Die Betreiber der Hörnerbahn kämpfen immer noch mit den Folgen.

Per Mail sharen
Teilen

Es passierte direkt unterhalb der Stütze vier der Hörnerbahn. Am 23. Januar 2018 löste sich dort morgens um fünf der Hang. 900 Kubikmeter Schlamm und Geröll rauschten ins Tal und rissen alles mit, was im Weg stand.

Hang rutscht tagelang

Da die Mure das Fundament der Stütze vier freilegte, und der Hang auch nach Tagen noch weiterrutschte, musste die Seilbahn mitten in der Hauptsaison den Betrieb für mehr als zwei Wochen einstellen. Nach 16 Tagen hatte eine österreichische Spezialfirma die Stütze und den Hang soweit abgesichert, dass die Hörnerbahn wieder anlaufen konnte.

Hörnerbahn-Betreiber kämpfen mit Kosten

Der Schaden nach dem Murenabgang belief sich insgesamt auf fast 800.000 Euro. Die Kosten für die Hangsanierung übernahm der Freistaat im Rahmen einer Katastrophenhilfe zu 90 Prozent. Trotzdem bleiben die Betreiber der Hörnerbahn wegen der Einnahmeausfälle und einer fehlenden Elementarschadensversicherung auf 350.000 Euro sitzen. Der geplante Umbau der Gipfelstation wurde deshalb erst einmal verschoben. Trotzdem zeigt sich Geschäftsführer Wilfried Tüchler zuversichtlich: "Wir werden uns erholen", so der Bergbahnchef. "Aber das war schon ein ganz schöner Schreck."