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Strommast

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    Münchner Umlandgemeinden nehmen Stromnetz in die eigene Hand

    Mit dem Jahreswechsel haben die Gemeinden Neufahrn und Eching (beide Lkr. Freising) ihre Stromnetze wieder in die eigene Hand genommen. Weitere Gemeinden aus dem Münchner Umland planen einen solchen Schritt in den nächsten Monaten. Von Lorenz Storch

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    Namentlich Gauting (Lkr. München), Krailling und Planegg (beide Lkr. Starnberg) wollen künftig eigene Stromnetze haben. Das geht aus einer Mitteilung der auf Energierecht spezialisierten Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) hervor, die die Gemeinden bei der Vertragsgestaltung beraten hat. Alle fünf Gemeinden kooperieren weiter mit der Bayernwerk AG, die eine Minderheitsbeteiligung an den örtlichen Stromnetzen behält und sie von den Gemeinden pachtet. Die E.on-Tochter übernimmt den operativen und wirtschaftlichen Betrieb des Stromnetzes.

    "Eine öffentlich-private Partnerschaft macht immer dann Sinn, wenn eine Kommune bei der öffentlichen Daseinsvorsorge mitreden will, gleichzeitig aber nicht auf das wirtschaftliche Know-how und die Kompetenz privater Unternehmen verzichten möchte. Durch die Gründung einer Kooperationsgesellschaft wird in der Regel beides ermöglicht." Rechtsanwalt Oliver Eifertinger, der sowohl die Gemeinden Neufahrn und Eching als auch Gauting, Krailling und Planegg beraten hat

    Zwar vergab man am 23.12.2016 die Stromkonzession an die Stromnetz Würmtal GmbH & Co KG – eine 100 prozentige Tochter der Bayernwerk AG. Vertraglich wurde aber festgehalten, dass die drei Gemeinden mit einer Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft in den Strombetrieb einsteigen können. Entsprechende Schritte sind für das erste Quartal 2017 geplant.