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Münchner U-Bahn-Messerstecher ist nicht der Isar-Mörder | BR24

© Polizei München

Der mutmaßliche Messerstecher im U-Bahnhof Milbertshofen

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    Münchner U-Bahn-Messerstecher ist nicht der Isar-Mörder

    Der Mann, der Freitagnacht in München-Milbertshofen grundlos einen Mann niedergestochen haben soll, hat sich gestellt. Wie die Münchner Polizei nun mitteilte, ist er aber nicht der seit vier Jahren gesuchte Isar-Mörder. Von Lena Deutsch

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    Laut Polizei gab es nach der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos diverse Hinweise aus der Bevölkerung, die auf einen 32-jährigen Münchner hinwiesen. Noch während die Fahndung lief, stellte sich der Mann bei der Polizei. Da einige Parallelen zum sogenannten "Isar-Mord" vor vier Jahren vorlagen, machten die Beamten sogleich einen DNA-Abgleich mit den damals gefundenen Tatort-Spuren an der Isar nahe des Deutschen Museums. Ergebnis: negativ.

    Andere Version als Opfer

    Er wurde vernommen, stellte aber den Ablauf der Tat anders dar als das Opfer. Er gab an, nach der Tat geflüchtet zu sein und sich in seiner Wohnung versteckt zu haben. Weitere Details will die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht bekannt geben. Der 32-Jährige wird noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt.

    Der Vorfall in München-Milberthofen geschah in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 2.30 Uhr. Nach Darstellung des 48-jährigen Opfers soll der mutmaßliche Täter plötzlich und grundlos mit einem Messer auf ihn eingestochen haben. Wie die Polizei berichtet, kannten sich Opfer und Täter nicht näher, sie waren offenbar erst an der U-Bahnstation Milberthofen ins Gespräch gekommen und hatten sich anschließend ein Taxi geteilt. Mit diesem fuhren sie die Knorrstraße stadtauswärts.

    Kurz darauf setzte der 48-Jährige einen Notruf ab, die Polizei fand ihn verletzt am Abgang zum U-Bahnhof Frankfurter Ring. Was wirklich geschah, muss nun weiter ermittelt werden.

    Kein Zusammenhang mit "Isar-Mord"

    Brisant war die Geschichte auch wegen der Parallelen zum sogenannten "Isar-Mord". Am 28. Mai 2013 war am Isarufer nahe des Deutschen Museums ein Mann erstochen worden. Das 31-jährige Opfer war damals zusammen mit seiner Verlobten an der Isar entlang geradelt. Plötzlich stellte sich ihnen ein Mann entgegen und spuckte die Frau an. Als der 31-Jährige den Fremden zur Rede stellte, stach dieser mit einem Messer auf ihn ein. Die Spurensicherung konnte am Tatort die DNA des Mörders finden.