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Münchner Traditionsgeschäfte mit Hilferuf an Söder und Reiter | BR24

© dpa-Bildfunk/Felix Hörhager

Man vor dem Bekleidungshaus Hirmer in der Münchner Fußgängerzone. Der Eingang ist versperrt. Die Geschäfte sind wegen Corona geschlossen.

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Münchner Traditionsgeschäfte mit Hilferuf an Söder und Reiter

Keine Kunden, die Geschäfte geschlossen, viele Beschäftigte in Sorge: Das Coronavirus trifft den Handel hart. Fünf alteingessene Münchner Geschäfte haben deshalb bei Stadt und Freistaat um Hilfen geworben. 1.000 Arbeitsplätze seien gefährdet.

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In einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter bitten fünf große Münchner Einzelhändler um eine Erweiterung der Wirtschaftshilfen.

Münchner Traditionsgeschäfte schlagen Alarm

Die Schließung ihrer Häuser sei bereits nach kurzer Zeit existenzbedrohend, die über 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr, schreiben die fünf alteingesessenen Unternehmen Hirmer, Sporthaus Schuster, Hugendubel, Kustermann und Bettenrid in ihrem gemeinsamen Appell. Man sei zwar dankbar über das große Engagement, gleichzeitig bitte man aber auch um eine rasche und unbürokratische Umsetzung der bereits beschlossenen Wirtschaftshilfen.

Händler bitten um Aufstockung des Kurzarbeitergelds

Da die Händler derzeit überhaupt keine Einnahmen hätten, sei es ihnen kaum möglich, die Aufstockung zum staatlichen Kurzarbeitergeld zu zahlen. Deshalb bitten sie darum, dass der Staat das Kurzarbeitergeld vorübergehend um 20 Prozentpunkte anhebt. Außerdem fordern sie, fällige Zahlungen an das Finanzamt zu stunden und staatliche Bürgschaften für dringend benötigte Überbrückungskredite auf 100 Prozent auszudehnen.

Freistaat und Stadt München haben Hilfsprogramme aufgelegt

Vor zwei Tagen erst hatte der Freistaat angekündigt, seine Finanzhilfen auf 20 Milliarden zu verdoppeln. Die Stadt München hatte daraufhin zugesichert, Anträge auf die "Soforthilfe-Corona" mit höchster Priorität zu bearbeiten. Außerdem können Betroffene Stundungen bzw. Reduzierungen der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt.

© BR

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter bitten fünf große Münchner Einzelhändler um eine Erweiterung der Wirtschaftshilfen. Die Schließung ihrer Häuser sei existenzbedrohend

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