Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Münchner Schönheitschirurg verklagt: Frauen nach OP entstellt? | BR24

© dpa/picture-alliance

Schönheits-OP am Ohr

3
Per Mail sharen
Teilen

    Münchner Schönheitschirurg verklagt: Frauen nach OP entstellt?

    Ein Schönheitschirurg aus München hat möglicherweise gravierende OP-Fehler gemacht. Gegen den 40-Jährigen werde wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Drogenmissbrauch ermittelt, so die Staatsanwaltschaft. Ihm wurde nun die Approbation entzogen.

    3
    Per Mail sharen
    Teilen

    Sie wollten gut aussehen und legten sich bei einem Münchner Schönheitschirurgen unters Messer - mit offenbar schlimmen Folgen. Rund 30 Patienten werfen dem 40-Jährigen vor, mit Messer und Skalpell gravierende Fehler begangen zu haben, bestätigte am Mittwoch die Münchner Staatsanwaltschaft.

    Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

    Die Opfer erzählten den Ermittlern, dass sie durch die Eingriffe teilweise erheblich geschädigt oder gar entstellt wurden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, auch Drogenmissbrauch steht im Raum. Zuvor hatte unter anderem die Bildzeitung darüber berichtet.

    "Teil des Nasenflügels fehlt"

    Laut Ermittler hatte der Mediziner bei seinen Patientinnen Oberlider gestrafft, Nasen korrigiert sowie Brüste gestrafft oder vergrößert. Eine Betroffene zur Bildzeitung: "Meine Nase ist völlig vernarbt, ein Teil des Nasenflügels fehlt. Ich kriege kaum noch Luft".

    Wegen Ermittlungen Approbation entzogen

    Die Regierung von Oberbayern reagierte prompt. Man habe die Approbation eines Münchner Arztes mit sofortiger Wirkung entzogen, berichtete die Behörde. Weitere Angaben seien aber aus Gründen des Datenschutzes nicht möglich.

    "Gravierende Hygienemängel"

    Laut Bildzeitung habe die Stadt München die Praxis wegen zahlreicher Beschwerden von Patientinnen bereits untersucht und "gravierende Hygienemängel und Mängel in der Patientensicherheit“ festgestellt. Ferner habe das zuständige Referat auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz entdeckt. Womöglich hat der Arzt laut Bildzeitung Drogen konsumiert.